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Medizin feiert Herbstmeisterschaft

Die Liga präsentiert sich am elften Spieltag verrückt. Profitiert haben davon die Westewitzer, die als Spitzenreiter überwintern.

Von Dirk Westphal
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Die eigentlich heimstarken Fußballer des SV 29 Gleisberg (in rot) ließen sich zu Hause vom FSV Dürrweitzschen überraschen und unterlagen 1:3.
Die eigentlich heimstarken Fußballer des SV 29 Gleisberg (in rot) ließen sich zu Hause vom FSV Dürrweitzschen überraschen und unterlagen 1:3. © Lars Halbauer

Region Döbeln. Langeweile kommt in der Kreisliga A Staffel Ost nicht auf. Beständig ist derzeit nur die Unbeständigkeit und so trennen den Tabellenzweiten und den -achten lediglich sechs Punkte. Einzig der SV Medizin Hochweitzschen hat sich auf sieben Zähler abgesetzt und überwintert auf dem ersten Tabellenplatz. Und dass, obwohl die Westewitzer in der Vorsaison sportlich eigentlich abgestiegen waren und nur durch den Verzicht anderer Vertretungen in der Liga verblieben.

In der Vorwoche noch beim BC Hartha mit 2:6 unter die Räder gekommen, fanden die Mediziner mit 6:0 gegen den Falkenhainer SV in die Erfolgsspur zurück und gaben die entsprechende Anwort. Vor allem der in Hartha noch im Tor aushelfende Tommy Uhlig, der ins Sturmzentrum zurückkehrte, überzeugte mit vier Treffern in Folge.

Tommy Uhlig gelingt Hattrick

Dabei gelang ihm in Hälfte eins ein lupenreiner Hattrick. Marvin Stephan und Sebastian Kaulich besorgten den Rest. „Wir sind natürlich sehr zufrieden, denn das Wochenende ist nach dem Hartha-Spiel optimal gelaufen. Entsprechend waren wir alle glücklich“, sagte Medizin-Trainer Klaus Krzemyk.

So wie die Westewitzer eine Wiederauferstehung feierten, stürzten die Harthaer bei Frischauf Wurzen II ab. Zwar gingen sie durch Robin Fritzsche nach zwölf Minuten in Führung, doch danach brach es bis zum 1:7 knüppeldick über den bisherigen Tabellenzweiten herein. „Ein Spiel zum Vergessen, wir haben nach 15 Minuten den Faden verloren und nicht wiedergefunden. Abhaken und weitermachen, heißt es jetzt“, sagte BC-Trainer Peter Eigenwillig.

Ähnlich wie den Harthaern ging es in heimischen Gefilden dem SV 29 Gleisberg. Markus Pilz sorgte nach 14 Minuten zwar für das 1:0, doch dann besiegten sich die Gleisberger wieder einmal selbst. Die Obstländer stellten sich hinten rein und bestraften die folgenden Fehler eiskalt mit drei Treffern. 

„Die Dürrweitzschner haben es für das, was sie können, super gemacht. Wir haben keinen Zugriff auf das Spiel bekommen und es verpasst, den Gegner spielerisch auseinanderzureißen“, sagte SV-Trainer Frank Baumert. „Jede Mannschaft, kann in der Liga jede schlagen“, fügte er an.

Die Erfahrung machte auch der SV Traktor Mochau beim SV Grün-Weiß Großbothen. Mit 1:2 unterlag der Aufsteiger und bisherige Tabellendritte, nachdem Alexander Glauch seine Farben bereits in der ersten Minute in Führung geschossen hatte. 

„Wir sind selber schuld, weil wir nicht das umgesetzt haben, was geübt wurde. Außerdem war unsere Chancenverwertung zum Vergessen, denn wir hatten fünf klare Möglichkeiten, um höher zu führen“, ärgerte sich Traktor-Präsident Christian Fischer.

Geärgert hat sich auch Aufbau-Trainer Benjamin Bamburski über eine 0:1-Niederlage der Waldheimer im Kellerduell beim Hohburger SV. Dadurch rutschten die Richzenhainer auf den letzten Platz zurück.

Aufbau verliert Kellerduell

Dabei schien das Spiel nach einem Platzverweis gegen die Waldheimer in deren Richtung zu rutschen. „Wir haben nicht schlecht gespielt, gerade zu zehnt. Aber wenn du drei Meter vorm Tor glasklare Chancen liegenlässt, kannst du nicht gewinnen“, sagte der Aufbau-Coach.

Eitel Sonnenschein herrscht dagegen in Großbauchlitz. Die Mannschaft des ESV Lok Döbeln hat sich nach ihrem schwierigem Saisonstart immer besser gefunden und liegt mittlerweile auf dem achten Tabellenplatz. In Zschadraß waren die Döbelner aufgrund von Abstimmungsproblemen zunächst zwar 0:2 zurückgeraten, doch eine Umstellung nach der Pause drehte das Spiel. 

Mit einem Flugkopfball verhinderte Stefan Fricke zunächst das 3:0, aber im Gegenzug besorgte Tony Jörg Beyersdorf das 2:1. Der Dosenöffner. Danach war praktisch jeder Döbelner Schuss ein Tor. So freute sich Trainer Frank Domaniecki über einen 5:2-Sieg. „Der war absolut verdient, weil die Mannschaft an sich geglaubt und sich für ihre Feldüberlegenheit belohnt hat“, sagte er.

Auch die SG Zschaitz/Ostrau II sorgte nach Wochen der Erfolglosigkeit für eine Überraschung. Mit dem Hohnstädter SV wurde einer der Meisterschaftsanwärter richtig geärgert. Die Gäste führten nach acht Minuten durch Nick Fischer zwar, doch Lars Oberpichler in der 27. und Michael Fromme in der 45. Minute drehten die Partie bis zur Halbzeitpause.

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