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Mehdorn spielt mit der Geduld seiner Geldgeber

Führende Haushaltspolitiker im Bundestag drängen den Chef des Hauptstadtflughafens, Hartmut Mehdorn, endlich detaillierte Unterlagen zu dem Projekt vorzulegen.

© dpa

Berlin/Schönefeld.Führende Haushaltspolitiker im Bundestag drängen den Chef des Hauptstadtflughafens, Hartmut Mehdorn, endlich detaillierte Unterlagen zu dem Projekt vorzulegen. „Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen“, sagte die SPD-Haushaltspolitikerin Bettina Hagedorn. Der Grünen-Haushälter Sven-Christian Kindler sagte, es sei völlig untragbar, dass Mehdorn noch keinen Bau- und Finanzplan vorgelegt habe, wie ihn der Ausschuss im Mai angefordert hatte.

Mehdorn fordert zu den bislang bewilligten 4,3 Milliarden Euro zusätzlich 1,1 Milliarden Euro, um den Flughafen fertig zu bauen. In Schönefeld trat gestern der Finanzausschuss des Aufsichtsrats zusammen, um darüber zu beraten. Der Aufsichtsrat war Mehdorns Wunsch Anfang April trotz stundenlanger Sitzung nicht nachgekommen und hatte mehr Informationen gefordert. Dem Vernehmen nach hat der Flughafenchef dem Finanzausschuss nun neue Unterlagen vorgelegt. Darin soll er die Summe von 1,049 Milliarden Euro Mehrkosten nennen, um den Flughafen fertig zu bauen und den Schallschutz für die Anwohner zu vollenden. Nicht enthalten sind Kosten für eine geplante Landebahnsanierung und den Weiterbetrieb des alten Schönfelder Flughafens.

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Der Haushaltsausschuss des Bundestags tagt am Mittwoch. Der Bund ist mit 26 Prozent an der Flughafengesellschaft beteiligt, Berlin und Brandenburg teilen sich den Rest. Wegen Planungsfehlern und Technikproblemen geht der Flughafen seit zweieinhalb Jahren nicht ans Netz. (dpa)