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Politik

Mehr als 1.000 rechte Gewalttaten

Der Verfassungsschutz registrierte eine leichte Zunahme rechter Gewalt zwischen 2017 und 2018. Auch die Zahl der Mitglieder der Szene ist gestiegen.

Demonstration in Chemnitz Ende August 2018.
Demonstration in Chemnitz Ende August 2018. © Jan Woitas/ZB/dpa

Berlin. Die Zahl rechtsextremer Gewalttaten ist leicht gestiegen. Im Jahr 2017 registrierten die Behörden noch 1054 Taten, 2018 gab es eine leichte Zunahme. Das geht nach dpa-Informationen aus dem Jahresbericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz hervor, der am kommenden Donnerstag in Berlin vorgestellt wird. Die "Bild am Sonntag" berichtete unter Berufung auf das Papier, dass es 2018 sechs versuchte Tötungsdelikte gab, die als "mutmaßlich rechtsextremistisch" eingestuft wurden.

Dem Bericht zufolge werden 24.100 Personen im Jahr 2018 als rechtsextrem eingestuft, 100 mehr als im Jahr zuvor. 12.700 werden vom Verfassungsschutz als "gewaltorientiert" eingestuft, bei den Linksextremen seien es 9.000.

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Sorgen bereiteten den Sicherheitsbehörden auch die sogenannten Reichsbürger und Selbstverwalter. "Reichsbürger" lehnen die Bundesrepublik Deutschland ab, "Selbstverwalter" erklären ihren "Austritt" aus der Bundesrepublik. 2017 wurden für beide Gruppen insgesamt 16.500 Mitglieder registriert, 2018 stieg die Zahl laut Bericht auf 19.000 Personen, davon werden 950 auch als rechtsextrem eingestuft. (dpa)

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