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Mehr als 11.000 Forscher in Sachsens Firmen

Neuer Joghurt oder robustere Solarzelle – für Erfindungen gibt die Wirtschaft mehr Geld aus. Aber sie erlebt Rückschläge.

© dpa

Von Georg Moeritz

Dresden. Kräftiger Zuwachs: In den vergangenen zehn Jahren haben Sachsens Firmen ihre Labors und Entwicklungs-Abteilungen aufgestockt. Um ein Drittel ist die Zahl der Forscher und Entwickler gewachsen, berichtete am Freitag Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos). Mehr als 11.000 Menschen in sächsischen Firmen suchen nach Neuerungen.

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Schorlemer sprach von „sehr erfreulichen Zahlen“ und „ermunternden Ausblicken“. Allerdings räumte sie ein, dass Sachsen weiterhin zur „Verfolgergruppe im Marathon“ gehöre – denn im Vergleich zu den alten Ländern liegt Sachsen zurück. Auf 1.000 Erwerbstätige kommen 5,9 Forscher in Firmen, im deutschen Durchschnitt sind es 8,7. Vier von fünf Industriefirmen in Sachsen forschen gar nicht. Laut Schorlemer wird in mehr als 800 sächsischen Firmen ständig Forschung und Entwicklung betrieben – aber diese Zahl war vor 1998 schon einmal erreicht worden.

Vier von zehn sächsischen Firmenforschern in Sachsen arbeiten in der Stadt Dresden, vor allem Elektronik und Maschinenbau basteln an Neuerungen. Chemnitz mit zwölf Prozent und Leipzig mit neun haben großen Abstand. Die Krise des Jahres 2009 mit der Pleite des Chipherstellers Qimonda ist nur teilweise aufgeholt worden: Kleinere Unternehmen gaben Jahr für Jahr mehr Geld für Forschung aus, vom Land mit durchschnittlich 45 Prozent der Kosten subventioniert, doch bei größeren Betrieben ist der Zuwachs geringer.

Schorlemer legte eine Analyse des Berliner Instituts Euronorm für die Jahre 2009 bis 2012 vor. Sie zeigt deutliches Wachstum der Forschungsausgaben und der Umsätze – das war allerdings nach dem Krisenjahr 2009 mit seinen niedrigen Ausgangszahlen nicht anders zu erwarten. Der Bericht belegt indes Sachsens Vorsprung vor den anderen neuen Ländern: Im Jahr 2012 wendete Sachsens Wirtschaft rund 1,2 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf – fast genauso viel wie Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern zusammen. Mit Zahlen aus Berlin und den alten Ländern hält sich der Bericht zurück.

www.smwk.sachsen.de