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Mehr als 1 200 Jugendliche machen mit

In 96 Teams arbeiteten am Wochenende junge Leute bei der 48-Stunden-Aktion an der Verschönerung ihres Umfelds. Eines fiel dabei besonders auf.

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© Carmen Schumann

Von Freitag bis Sonntag setzten Jugendgruppen aus dem Landkreis selbst gewählte Projekte ehrenamtlich um. Ziel war dabei, etwas Bleibendes zu schaffen. Die SZ sprach dazu mit einer der Betreuerinnen, Candy Winter vom Verein Valtenbergwichtel, die die Gruppen im Oberland betreute.

Frau Winter, haben die Teilnehmer der 48-Stunden-Aktion ihre Ziele erreicht?

Das Ziel, etwas für sein Umfeld zu tun, ist in jedem Fall erreicht worden. Möglichkeiten dafür gab es ja viele. Während die einen bauliche Verbesserungen, zum Beispiel an Spiel- oder Grillplätzen, Buswartehäuschen sowie Naturlehrpfaden vornahmen, räumten andere Müll weg oder strichen ihre Klassenzimmer. Dazu gehörten aber gleichermaßen auch Aktionen, die einem besseren Miteinander der Menschen dienten.

Was waren das für Aktionen?

Zum Beispiel veranstaltete der Verein „Bautzen rollt“ einen Skateworkshop für die Kinder der Flüchtlinge aus dem Bautzener Spreehotel. TanzArt Kirschau organisierte einen afrikanischen Kulturtag.

Das heißt, das Engagement bezog diesmal auch Flüchtlinge mit ein?

Ja, und es gab sogar ein besonderes Erlebnis in Neukirch. Dort wurde am Jugendhaus ein Skaterplatz errichtet. Spontan gesellten sich drei der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge, die in Neukirch untergebracht sind, zu den Arbeitenden. Eine großartige Geschichte, wie ich finde.

Wie viele Jugendliche nahmen diesmal an der 48-Stunden-Aktion teil?

Im gesamten Landkreis waren es 96 Teams, in denen rund 1 200 Jugendliche arbeiteten. Einschließlich der Betreuer kommen wir auf rund 1 500 Teilnehmer. Eine sehr gute Bilanz. Schön ist dabei ja auch, dass die Aktion immer weitere Kreise zieht. So sind mindestens zehn Gruppen neu hinzu gekommen, und zwar vorwiegend aus den westlichen Gebieten des Landkreises. Es gibt aber auch Teams, die mich dadurch überraschen, dass sie schon so lange dabei sind, wie die Jugendfeuerwehr Sohland, die bereits elfmal mitgemacht hat.

Was hat Sie besonders gefreut?

Toll fand ich eine Initiative des Jurymitglieds Markus Neumann, der spontan für den Jugendstadtrat Hoyerswerda und die Jugendfeuerwehr Geierswalde aus der eigenen Tasche spendete.

Wer erhielt die Sparkassen -Preise?

Je 250 Euro gingen an die Jugendfeuerwehren Schmölln-Putzkau und Laußnitz, an die Spielgemeinschaft Bischofswerda, an die Freie Schule Weißenberg, an die 2. Oberschule Kamenz und an die Jugend der Gemeinde Crostwitz.

Gespräch: Carmen Schumann