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Arbeit und Bildung

Mehr als 2.000 offene Lehrstellen

Corona-bedingt wurden in Sachsen weniger Ausbildungsverträge geschlossen. Doch jetzt wird aufgeholt.

Noch gibt es viele freie Lehrstellen im Freistaat.
Noch gibt es viele freie Lehrstellen im Freistaat. © AdobeStock

Die Corona-Krise hat auch die Ausbildungssituation im Freistaat beeinflusst. Mit dem Start in das Ausbildungsjahr 2020/2021 liegen bei den drei sächsischen Industrie- und Handelskammern Chemnitz, Dresden und Leipzig insgesamt 7.329 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge vor. Das sind 17,2 Prozent weniger als im letzten Jahr. 

„Corona hat auch den Ausbildungsmarkt kräftig durcheinander gewirbelt. In vielen Unternehmen wurden die Auswahlprozesse unterbrochen. Junge Leute wiederum überdenken ihre ursprünglichen Berufswünsche. Bewährte Veranstaltungsformate, bei den sich Betriebe und potenzielle Azubis treffen, mussten abgesagt werden. In traditionell starken Ausbildungsbranchen wie der Hotellerie und Gastronomie oder dem Einzelhandel hält die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung an, und lässt viele Chefs auf der Bremse stehen, wenn es um Personalaufbau geht", so Dr. Andreas Sperl, Präsident der IHK Dresden.  Auf der anderen Seite beobachte man  einen Aufholprozess, sodass sich die Bilanz in den kommenden Wochen noch etwas verbessern könne. 

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Jetzt in die Lehre einsteigen

Wer noch eine Lehrstelle sucht, hat gute Chancen. Mehr als 2.200 Ausbildungsplätze sind noch zu haben. Bewerbungen für diese Stellen sind jederzeit möglich. In Abstimmung mit dem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule kann die Ausbildung nach Informationen der IHK auch nach dem offiziellen Start des Lehrjahres beginnen. Die sächsischen IHKs beraten dazu.

Einen hilfreichen Impuls, um den Ausbildungsmotor wieder rund laufen zu lassen, kann nach Ansicht von IHK-Präsident Sperl auch das neue Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” mit Hilfen von 2.000 bzw. 3.000 Euro je neuem Ausbildungsplatz geben. „Für kleine und mittelständische Betriebe, die durch Corona erheblich getroffen wurden, kann das Programm eine echte Hilfe sein, um ihr Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten, Kurzarbeit für Azubis zu vermeiden, oder auch Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz zu schaffen“ so der Präsident.

Einen Überblick über freie Ausbildungsplätze gibt es bei den IHK-Lehrstellenbörsen unter (www.karriere-rockt.de und www.ihk-lehrstellenboerse.de

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