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Mehr als nur Schönschrift

Ist Handlettering wieder ein englisches Wort, das toll klingt und eigentlich eine einfache Sache wie schön Schreiben bezeichnet?

Handlettering kann entspannen und glücklich machen.
Handlettering kann entspannen und glücklich machen. © Foto: AdobeStock

Mit Handlettering ist der Überbegriff für den Bereich der gezeichneten und gemalten Buchstaben gemeint. Mit welchem Werkzeug gemalt wird, ist dabei nicht so wichtig. Das kann ein Bleistift, Fineliner oder Filzstift sein. Wenn aber ein Pinsel (Brush) oder Pinselstift (Brushpen) eingesetzt wird, heißt das Ganze dann Brushlettering.

Doch was ist nun der große Unterschied? Die Handschrift ist die gewöhnliche Schrift, die sich jeder im Laufe der Jahre angeeignet hat und mit der er im Alltag mal mehr oder mal weniger schön seine Sätze zu Papier bringt. Unter klassischer Kalligrafie versteht man das Schönschreiben. Und Handlettering schließlich bedeutet, dass die Buchstaben von Hand nicht geschrieben, sondern gezeichnet werden. Als Lettering wird auch die Beschriftung der Sprechblasen in Comics bezeichnet.

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Das auch im Deutschen vorkommente Wort „Letter“ hat seinen Ursprung in der französischen (lettre) und lateinischen Sprache („littera“). Handlettering hat sich als Kunstform aus der Kalligrafie entwickelt. Kalligrafie ist die „Kunst des schönen Schreibens“ von Hand, mit Federkiel, Pinsel, Stift oder anderen Schreibwerkzeugen. Im Gegensatz dazu kann man Lettering auch als konstruierendes Zeichnen von Schriftzügen bezeichnen. Anders als bei der Kalligrafie, gibt es keinen klassischen Stil beim Handlettering. Die Gestaltung der Buchstaben ist von verschiedensten Stilrichtungen beeinflusst und stößt allein durch die Fantasie der Künstler an ihre Grenzen.t es bei der Volkshochschule Dresden.

Neben chinesischer, japanischer und hebräischer Kalligrafie stellte auch die „Westliche Kalligrafie“ mit lateinischen, griechischen oder kyrillischen Buchstaben eine eigenständige Kunstform dar und hatte ihre Blütezeit im Hochmittelalter. Damals waren Bibelabschriften gefragt, heute wird sie als entspannendes Hobby oder zu besonderen Anlässen ausgeübt. Und genau das kann auch die Zielsetzung beim Handlettering sein: Kreativ sein und ein beruhigendes Hobby ausüben, mit großem Spaß künstlerisch tätig sein.

Beim Handlettering liegt der Fokus nicht mehr auf dem kompletten Wort, sondern es wird jedem Buchstaben einzeln die volle Aufmerksamkeit gewidmet. Dabei kann die Harmonie zwischen den einzelnen Strichen entdeckt werden. Handlettering kann man sich natürlich Zuhause im stillen Kämmerlein beibringen, indem man Handlettering-Alphabete als Vorlagen nachzeichnet und viel übt. Kurse geben aber auch Illustratoren oder Designer, Angebote für Einsteigerkurse gibt es bei der Volkshochschule Dresden.

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