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Mehr Aufträge für Neways

Riesas größter Arbeitgeber verzeichnet steigende Umsätze. Völlig zufrieden ist der Konzernchef aber nicht.

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© Lutz Weidler

Riesa/Son. Neways Electronics hat im ersten Halbjahr 2017 einen Nettoumsatz von 213,6 Millionen Euro erzielt. Wie der Konzern bei Vorstellung seines Halbjahresergebnisses mitteilte, entspricht das einem Umsatzplus von 7,9 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2016. Hauptsächlich hätten die Halbleiter- und Automobilbranche sowie der Rüstungssektor zu dieser Entwicklung beigetragen.

Völlig zufrieden zeigte sich Konzernchef Huub van der Vrande dennoch nicht. Denn trotz der gestiegenen Umsätze steht am Ende für den Konzern wie im ersten Halbjahr 2016 ein Gewinn von „nur“ rund 7,2 Millionen Euro. Der Grund: Mit der Zahl der Aufträge seien auch die Betriebskosten um mehr als zehn Prozent gestiegen, vor allem, weil Neways mehr Zeitarbeiter einstellen musste. Allein für Personal gab die Unternehmensgruppe demnach in der ersten Jahreshälfte etwa 60 Millionen Euro aus.

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Außerdem habe eine „Mangellage auf dem Komponentenmarkt“ zu ineffizienterer Produktion geführt. Huub van der Vrande fand deshalb deutliche Worte. „Es gibt ein klares Verbesserungspotenzial zur effektiveren und effizienteren Projektausführung.“ Die Entwicklung im vergangenen Halbjahr stelle den Konzern nicht zufrieden. Dennoch rechne man damit, dass das Jahr 2017 insgesamt besser ausfallen wird als 2016.

Der Neways-Konzern mit Sitz im niederländischen Son stellt Steuerungselektronik her, die unter anderem in Zügen, Medizintechnik, Haushaltsgeräten und Flugzeugen zum Einsatz kommt. Das Unternehmen produziert in den Niederlanden, Deutschland, Tschechien, der Slowakei und China und beschäftigt weltweit rund 2 600 Mitarbeiter. Seit Mitte 2014 gehört auch der Standort in Riesa, das ehemalige Unternehmen BuS Elektronik, zu dem internationalen Konzern. Neways Electronics Riesa gehört zu den größten Arbeitgebern der Region und beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiter. Gesonderte Angaben zur Bilanz für den Standort in Riesa machte Neways in seiner Mitteilung nicht. (SZ/stl)