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Deutschland & Welt

Mehr Blauhelmsoldatinnen gefordert

Verteidigungsministerin Von der Leyen plädiert in New York für mehr Militärvielfalt. Das führe auch zu weniger sexuellem Missbrauch, so der UN-Generalsekretär. 

Symbolbild. © dpa

New York. Deutschland will ein globales Netzwerk von Blauhelm-Soldatinnen schaffen. "Frauen sind nicht die besseren Blauhelmsoldaten, aber sie sind anders und diese Vielfalt ist eine Stärke", sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag dem UN-Sicherheitsrat in New York. 

Von der Leyen leitete in dem Gremium, in dem Deutschland derzeit turnusgemäß den Vorsitz hat, eine Debatte über Frauen in Friedenseinsätzen.

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"Wenn wir Frauen in allen Lebenssituationen stärken wollen, ist Sichtbarkeit der Schlüssel dazu", sagte die Verteidigungsministerin. "Wir brauchen Vorbilder, um die Fantasie anzuregen, erfolgreiche weibliche Mentoren, die jüngeren Frauen ihre Geschichten erzählen und ihre Erfahrungen teilen können."

Deutschland werde die Einrichtung eines globalen Netzwerks von Blauhelm-Soldatinnen unterstützen und zudem untersuchen, was Frauen davon abhalte, in ihren jeweiligen Heimatländern Karriere beim Militär zu machen.

Blauhelm-Soldatinnen erhöhten nachweislich die Effizienz von Friedenseinsätzen, sagte UN-Generalsekretär António Guterres. Unter anderem würden Frauen an Kontrollpunkten beispielsweise für eine weniger konfrontative Atmosphäre sorgen. 

Zudem sorge die Anwesenheit von Frauen in Friedenseinsätzen dafür, dass sexuelle Gewalt häufiger angezeigt werde und es insgesamt weniger Fälle von sexueller Ausbeutung gebe. Die Vereinten Nationen setzten sich deshalb für deutlich mehr Frauen in Uniformen ein, sagte Guterres.

Von der Leyen wollte von New York nach Washington weiterreisen, wo sie am Freitag mit dem geschäftsführenden US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan sprechen will. Erwartet wird ein Austausch über Konflikte und Krisen sowie über die Fortsetzung des Nato-Einsatzes in Afghanistan. 

Die US-Regierung wirft Deutschland vor, zu wenig für die Verteidigung und die Nato auszugeben. Die USA sprechen derzeit mit den Taliban über eine Beilegung des Afghanistankonfliktes.