merken
Politik

Mehr Entschädigungen für Wolfs-Risse

Zum Ausgleich für von Wölfen gerissene Tiere haben die Länder im vergangenen Jahr viel mehr gezahlt als zuvor. Deutlich mehr gab's auch in Sachsen.

Wölfe reißen nicht selten Nutztiere, deren Halter dann entschädigt werden.
Wölfe reißen nicht selten Nutztiere, deren Halter dann entschädigt werden. © Soeren Stache/dpa (Symbolfoto)

Berlin. Die Ausgleichszahlungen der Länder für von Wölfen getötete Nutztiere sind einem Medienbericht zufolge deutlich gestiegen. Wie das Nachrichtenportal t-online unter Berufung auf Zahlen der Landesregierungen berichtete, wurden seit der ersten Sichtung des Wolfs in Deutschland insgesamt inzwischen rund 1,7 Millionen Euro an sogenannten Billigkeitsleistungen bewilligt - das seien 600.000 Euro mehr als noch bis Mitte 2019. Vor allem Thüringen, Sachsen und Brandenburg hätten deutlich mehr gezahlt.

Seit der Jahrtausendwende leben in Deutschland wieder Wolfsrudel. Mit der Ausbreitung der Wölfe nehmen auch die Schäden zu - meistens sind Schafe betroffen, aber auch andere Nutztiere werden gerissen. Wölfe stehen unter strengem Schutz. Sie dürfen geschossen werden, wenn sie Nutztiere töten, aber jeder einzelne Abschuss muss genehmigt werden.

Anzeige
Wer wird Juniormeister im Handwerk?
Wer wird Juniormeister im Handwerk?

Mehr als ein Praktikum: Im Projekt Juniormeister können Schüler ihr Wunschhandwerk hautnah kennenlernen und sich ausprobieren.

Der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf zufolge sind in Deutschland derzeit 61 Rudel, 12 Paare und 6 Einzeltiere bestätigt. Wie viele Wölfe in einem Rudel leben, ist schwer zu sagen. Es handelt sich dabei um ein Elternpaar und seine Nachkommen, die Sterblichkeit der Welpen ist aber hoch. (dpa)

Mehr zum Thema Politik