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Mehr Fälle von Gewalt gegen Lehrer

Zu den häufigsten Delikten zählten demnach mit jeweils 30 Fällen Bedrohungen sowie vorsätzliche einfache Körperverletzungen.

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Dresden. Im vergangenen Jahr sind sächsische Lehrer während ihrer Arbeitstätigkeit in insgesamt 79 Fällen Opfer von Straftaten geworden. Das teilte jetzt Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mit.

Zu den häufigsten Delikten zählten demnach mit jeweils 30 Fällen Bedrohungen sowie vorsätzliche einfache Körperverletzungen. Dazu kam es zu vier Nachstellungen, einem räuberischen Diebstahl, einer Körperverletzung im Amt sowie zu neun Fällen von schwerer Körperverletzung sowie vier weiteren fahrlässigen Körperverletzungen. Gegenüber 2014 hat die Gesamtzahl der Straftaten, bei denen Lehrkräfte zu den Opfern zählen, damit geringfügig um acht Delikte zugenommen. Sie liegt allerdings noch unter dem bisherigen Negativrekord von 92 Fällen im Jahr 2012.

Laut dem Kultusministerium handelt es sich bei den zuletzt ermittelten Tatverdächtigen erneut nicht ausschließlich um Schüler, sondern auch um Eltern, Lehrerkollegen oder sonstige andere Personen. Kurth sagte, die Staatsregierung nehme das Problem sehr ernst. Gewalttätige Verhaltensweisen gegen Lehrkräfte dürften weder bagatellisiert noch verschwiegen werden. Sie verwies auf ein breites Hilfsangebot für betroffene Pädagogen. (SZ/gs)