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Dresden

Mehr Fluglärm nach Mitternacht

Immer häufiger erhalten Flieger in Dresden Ausnahme-Genehmigungen. Viele Urlauber haben davon profitiert. 

© Symbolfoto: dpa

Endstation Ausweich-Flughafen, für viele Urlauber ist das eine Horrorvorstellung. Im Ferienort startet das Flugzeug in Richtung Heimat so spät, dass die Maschine dort wegen der Nachtflugbeschränkung nicht mehr landen darf. Doch genau dieses Schicksal drohte im vergangenen Jahr Tausenden Passagieren, die zurück nach Dresden wollten. Um erhebliche Störungen im Luftverkehr zu vermeiden, wie es heißt, sind allerdings 23 Landungen nach Mitternacht zugelassen worden, teilt die Landesdirektion Sachsen (LDS) als Aufsichtsbehörde mit. Die späteste fand um 4.12 Uhr statt. Konkrete Gründe wurden nicht genannt.

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In vielen Fällen handelte es sich um Flüge der inzwischen insolventen Fluggesellschaft Germania, die Dresden unter anderem mit den Kanarischen oder den griechischen Inseln verband. Auch einige Lufthansa-Flüge zwischen München und der sächsischen Landeshauptstadt hätten normalerweise nicht mehr in Klotzsche aufsetzen dürfen, bekamen aber eine Ausnahmegenehmigung. In zwei Fällen sind auch Starts nach Mitternacht zugelassen worden – ebenfalls, um erhebliche Störungen im Luftverkehr zu verhindern, so die Begründung der Landesdirektion.

Eigentlich dürfen Verkehrsflugzeuge in Dresden zwischen 23.30 und 5.30 Uhr theoretisch weder starten noch landen. Doch sind Maschinen spät dran, sind Landungen ausnahmsweise bis Mitternacht erlaubt. Für die Zeit danach sind Genehmigungen nötig. Diese haben in den letzten sechs Jahren stetig zugenommen. 2013 genehmigte die LDS laut eigenen Angaben neun Starts und Landungen nach Mitternacht. 2014 waren es sieben. 2016 durften bereits zehn Flieger entgegen der Nachtflugbeschränkung starten und landen. Die häufigsten Gründe waren damals schlechtes Wetter, technische Probleme mit dem Flugzeug, Streiks von Fluglotsen sowie angesammelte Verspätungen auf den vorherigen Flügen. Letztes Jahr gab es dann schon 17 Ausnahmen. Noch häufiger wurde in Leipzig verspätet gestartet und gelandet. Dort sind 109 Ausnahmen genehmigt worden.