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Mehr Frauen von Armut bedroht

Von 100 Frauen haben 18 weniger als 1 063,75 Euro pro Monat zum Leben - diese Grenze definiert einen Menschen in Deutschland als armutsgefährdet.

© Armin Weigel/dpa (Symbolfoto)

Berlin. Die Armutsgefährdung von Frauen hat in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich zugenommen. Darauf machte die Linke im Bundestag unter Berufung auf Daten des Europäischen Statistikamts Eurostat zum Internationalen Frauentag an diesem Donnerstag aufmerksam.

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So stieg der Anteil der von Armut bedrohten Frauen nach den jüngsten Eurostat-Zahlen binnen zehn Jahren von 13 Prozent bis 17,8 Prozent im Jahr 2016. 2015 waren es wie im Jahr davor noch 17,4 Prozent. EU-weit waren es 2016 17,9 Prozent.

Waren 2006 noch 5,4 Millionen Frauen in Deutschland armutsgefährdet, waren es zehn Jahre später 7,3 Millionen. Die Armutsgefährdung von Männern liegt mit 15,2 Prozent (2016) deutlich unter der von Frauen.

Besonders betroffen sind Seniorinnen. Rund jede fünfte Frau im Alter von 65 Jahren und mehr war im Jahr 2016 armutsgefährdet. Als von Armut bedroht gilt, wer bei unter 60 Prozent des mittleren Einkommens liegt, 2016 waren dies 1 063,75 Euro pro Monat.

Sabine Zimmermann, Sozialexpertin der Linksfraktion, sagte: „Das Thema Armut ist leider seit jeher besonders mit Frauen verbunden, da helfen auch alle Lippenbekenntnisse und Schönreden der Bundesregierung nichts.“ Im Berufsleben würden sie durch niedrige Löhne und unfreiwillige Teilzeit benachteiligt, was wiederum zu niedrigen Renten führe. „Es ist schon lange überfällig, dass für die Frauen der Abstand zwischen den Löhnen, der Arbeitszeit und der Rente geschlossen wird.“ Die Regierung müsse verbindlich regeln, dass gleiches Geld für gleichwertige Arbeit gezahlt werde. (dpa)

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