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Mehr Geld für Altenberger Kitasanierung

Die Finanzspritze ist fürs Rathaus zugleich eine Herausforderung. Was das für Eltern, Knirpse und Personal bedeutet.

© Frank Baldauf

Von Mandy Schaks

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Bauen um jeden Preis?

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Altenberg. Gute Nachrichten für die Kinder, Eltern und Erzieherinnen der Kindertagesstätte in Altenberg: Die Einrichtung kann weiter saniert und modernisiert werden – und das in weitaus größerem Umfang, als ursprünglich geplant. Die Sächsische Aufbaubank hat weitere Fördermittel freigegeben, sodass Altenberg insgesamt zusätzlich rund 112 500 Euro einsetzen kann. Das sagte Bauamtsleiter Andreas Gabler am Montag auf SZ-Nachfrage. Die erste öffentliche Ausschreibung für Elektroarbeiten wurde daraufhin bereits ausgelöst. Die Arbeiten in und an der Kita werden sich dadurch zwar voraussichtlich noch bis Ende September, Mitte Oktober hinziehen, doch dafür kann das Vorhaben endlich zu einem rundum guten Ende kommen.

Noch vor einer Woche sah es nicht danach aus. Die Stadtverwaltung Altenberg war in der Zwickmühle. Sie hatte noch Gelder aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost in Anspruch nehmen können, in dem die Kita liegt. In der Summe standen mit Eigenmitteln rund 270 000 Euro zur Verfügung, um zum Beispiel in den Brandschutz und die Sicherheit zu investieren und das Nötigste in Ordnung bringen zu können, was am dringendsten war.

Natürlich sollten die Räume auch renoviert werden. Die Vorbereitungen für die Baumaßnahmen begannen im August vergangenen Jahres. Dann holperte es zum ersten Mal, wie Gabler in der jüngsten Ratssitzung berichtete.

Arbeit gerät ins Stocken

Nachdem die Bauleistungen ausgeschrieben waren, stellte sich heraus, dass das Geld nicht reichen würde. Unterm Strich standen Kosten von voraussichtlich 286 000 Euro. Um mit dem Bau trotzdem beginnen zu können, suchte die Verwaltung nach Einsparmöglichkeiten. Drei Maßnahmen wurden daraufhin gestrichen, die schön gewesen wären, aber aufgrund der Lage zu dem Zeitpunkt nicht drin waren. Das führte zu Verzögerungen. Ursprünglich sollten die Baumaßnahmen nämlich schon im Mai fertig sein.

Denn es kam zudem noch einmal alles ganz anders. Die Sächsische Aufbaubank signalisierte der Stadt, aus dem Förderprogramm weitere Gelder erhalten zu können. Um die leidigen Bauprobleme in der Kita möglichst ein für alle Mal zu lösen, ergriff Altenberg die Chance, machte Gelder locker, um auch noch an diese Fördermittel zu kommen. Seither wartete das Rathaus jeden Tag auf die Freigabe. So kamen die Arbeiten ins Stocken. Denn ohne feste Zusage konnten die weiteren Leistungen nicht ausgeschrieben und in Auftrag gegeben werden. Die Stadtverwaltung saß wie auf Kohlen, ihr lief die Zeit davon.

Tor entspricht den Vorschriften

Um die Bauarbeiten bei laufendem Betrieb erledigen zu können, wird nur ein Teil der Kinder in der Kita weiter betreut. Andere Mädchen und Jungen wurden auf andere Einrichtungen umverteilt. So ist der Hort zum Beispiel in der Grundschule untergebracht. Da aber in diesem Jahr die Schulferien in Sachsen sehr zeitig begannen, rückt der Schulbeginn immer näher – und damit auch ein Platzproblem. Notfalls, so wurde schon erwogen, muss Altenberg aus dem Vorhaben aussteigen, um fertig zu werden. Denn nutzbar sind die Räume, auch wenn dann der ganze Aufwand nur für eine Teilsanierung gereicht hätte.

Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) hoffte, bis spätestens nächsten Montag eine Antwort zu erhalten. „Bis dahin brauchen wir die Zusage.“ Bis zum Schluss war er zuversichtlich, dass es noch klappen könnte. Diese Gewissheit hat jetzt Altenberg. Auch noch in einem anderen Punkt. In der jüngsten Ratssitzung wurden Bedenken laut, dass das neue Eingangstor zu niedrig eingebaut sein und es Probleme beim Winterdienst geben könnte. Auch der Schließmechanismus schien zu kompliziert. Die Verwaltung hat das inzwischen prüfen lassen. Nach Aussagen der Planer sei alles in Ordnung, das Tor entspreche den Vorschriften, so Gabler.