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Mehr Geld für Bauarbeiter auch im Osten

Frankfurt am Main. Nach zähen Verhandlungen ist es geschafft. Fast. Die rund 760000 Beschäftigten des deutschen Bauhauptgewerbes erhalten mehr Geld. Mit dem gestern in Frankfurt erreichten, aber noch...

Frankfurt am Main. Nach zähen Verhandlungen ist es geschafft. Fast. Die rund 760 000 Beschäftigten des deutschen Bauhauptgewerbes erhalten mehr Geld. Mit dem gestern in Frankfurt erreichten, aber noch unter Vorbehalt stehenden Abschluss werden die Gehaltsunterschiede zwischen West und Ost abgeschwächt.

Während für Westdeutschland nach einem Nullmonat am 1. Juni eine Steigerung um 3,1 Prozent vorgesehen ist, beträgt das Plus im Osten 3,8 Prozent. Ein Jahr später sollen die Gehälter noch einmal um 2,6 Prozent im Westen und 3,3 Prozent im Osten zulegen, wie IG BAU und Arbeitgeber nach Abschluss der vierten Verhandlungsrunde berichteten. Die Gewerkschaft hatte ursprünglich sieben Prozent mehr Geld auf ein Jahr Laufzeit gefordert.

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Der Abschluss über 24 Monate ist noch vorläufig, wie der Hauptverband der Bauindustrie (HDB) betonte. Einige Details seien noch zu klären – insbesondere zum Komplex der Tarifrente, die künftig auch im Osten gezahlt werden soll. Die im Westen bereits seit 1957 gezahlte Tarifrente werde künftig schrittweise auch im Osten eingeführt, berichtete die IG BAU. Bislang hatten ausschließlich die Arbeitgeber die Zusatzrente über Beiträge finanziert. Bauarbeiter konnten damit mit bis zu 88,70 Euro zusätzliche Rente im Monat rechnen. (dpa)