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Mehr Geld für Feuerwehrleute

Vergangene Stürme haben die Kameraden besonders gefordert. Das will Tharandt honorieren.

© Symbolfoto: Marko Förster

Von Verena Schulenburg

Tharandt. Die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Tharandt war im Vorjahr so oft gefragt, wie lange nicht mehr. 2017 musste die Tharandter Ortswehr zu 63 Einsätzen ausrücken. Dies waren zum Beispiel Autounfälle, bei denen Benzin oder Öl von der Fahrbahn beseitigt werden musste, oder Personen, die nach Rettung verlangten. In den beiden Jahren zuvor waren es jeweils nur um die 40 Einsätze. Auch die Einsatzbereitschaft der Kameraden war im vergangenen halben Jahr zu zwei Großeinsätzen besonders gefragt. Das Sturmtief „Herwart“ im Oktober 2017 und der Sturm „Friederike“ im Januar dieses Jahres brachten die aktuell 21 Männer und Frauen an ihre Grenzen. Aber auch die Einsatzkräfte der übrigen Ortswehren waren bei diesen Naturereignissen gefragt.

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Um den Freiwilligen, die sich im Fall solcher Großeinsätze engagieren, künftig eine Wertschätzung entgegenzubringen, haben sich die Stadtvertreter auf eine zusätzliche Entschädigung für die Kameraden geeinigt. Bei Großschadenslagen, wie Hochwasser oder Sturm, oder einem länger andauernden Einsatz kann die Stadtwehrleitung eine Einsatzentschädigung in Höhe von 15 Euro je Einsatztag beim Bürgermeister beantragen, so heißt es in der neuen Feuerwehrentschädigungssatzung. Bei „normalen“ Einsätzen erhält jedes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Tharandt wie bisher eine Entschädigung von vier Euro pro Einsatz, wenn sie binnen zehn Minuten nach Alarmierung am Gerätehaus eintreffen. Alle Ortswehrleiter und Kommandostellenleiter sowie deren Stellvertreter erhalten wie bisher eine Pauschale von bis zu 50 Euro monatlich. Neu geregelt ist zudem noch die Vergütung der IT-Betreuung. Derjenige, der den Internetauftritt der Feuerwehr pflegt, muss künftig nicht mehr leer ausgehen. Dafür wird eine Entschädigung von zehn Euro pro Monat gezahlt. „Ziel ist es, jede Aufgabe, die entsteht, auch zu honorieren“, erklärt Bürgermeister Silvio Ziesemer (parteilos) die Regelungen.