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Mehr Geld für Schäfer nach Wolfsangriffen

Dresden. Sachsen verbessert die Hilfen für Schäfer nach Wolfsangriffen. Nach Angaben des Umweltministeriums vom Dienstag ist ein Schadensausgleich für gerissene Tiere nun auch über die sogenannte Deminimisgrenze von 15000 Euro hinaus in voller Höhe möglich.

Dresden. Sachsen verbessert die Hilfen für Schäfer nach Wolfsangriffen. Nach Angaben des Umweltministeriums vom Dienstag ist ein Schadensausgleich für gerissene Tiere nun auch über die sogenannte Deminimisgrenze von 15 000 Euro hinaus in voller Höhe möglich. Zudem könne die Auszahlung beschleunigt werden. Bisher konnten Schäfer nur vollständig vom Staat entschädigt werden, wenn der Gesamtbetrag in drei aufeinanderfolgenden Jahren 15 000 Euro nicht überschritten hatte – und dann auch nur zu 80 Prozent.

Nach der nunmehr von der EU genehmigten, bis Ende 2023 befristeten Regelung können auch größere und mehrfache Schäden zu 100 Prozent aus staatlichen Mitteln ausgeglichen werden. Tierarztkosten sowie die Suche nach vermissten Tieren werden bis zu 80 Prozent erstattet. Voraussetzung ist die Einhaltung des Mindestschutzes vor Wolfsübergriffen bei Ziegen, Schafen und Gatterwild. Im vergangenen Jahr zahlte der Freistaat nach vorläufigen Ministeriumsangaben 13 600 Euro für Schäden durch Wolfsrisse. 2016 waren es 41 900 Euro, 2015 rund 18 100 Euro. (dpa)

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