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Mehr Grün nach dem Abriss

Ein Block an der Bautzener Albert-Einstein-Straße verschwand. Nun wird der Innenhof schöner.

© Steffen Unger

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Bautzen. Es ist längst Gras über die Sache gewachsen. Mitten im Karree zwischen Gesundbrunnenring und Albert-Einstein-Straße rückten vor zwei Jahren Bauleute an. Ein Block mit 40 Wohnungen wurde abgerissen. Nur an dem Erdwall, unter dem die Trasse mit den Versorgungsleitungen verläuft, ist noch zu erkennen, wo er stand. „Wir haben den Bereich damals zunächst begrünen lassen“, sagt André Hassa vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Einheit“. Nun soll der Innenhof aber noch einladender werden. Geplant ist eine befestigte Fläche mit Sitzgelegenheiten und einer Pergola. Dafür werden ein paar der Wäschestangen verschwinden. Zudem sollen auf beiden Seiten des Erdwalls Sträucher gepflanzt und an einer Stelle noch zwei Bänke aufgestellt werden. Anfang Oktober soll es losgehen.

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Man reagiere damit auch auf den Wunsch von Mietern, die sich im grünen Innenhof gern treffen, sagt Sandra Thiel, die im Vorstand der Genossenschaft den kaufmännischen Bereich verantwortet. Die Stadt unterstützt die Neugestaltung mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm „Stadtumbau“.

Auch für ein anderes Projekt hat die „Einheit“ in diesem Jahr bereits Geld aus diesem Fördertopf bekommen. So ist vor einigen Wochen auf ihrem Spielplatz an der Jan-Skala-Straße ein neues hölzernes Flugzeug „gelandet“. „Wir werden unseren Bestand im Stadtteil Gesundbrunnen auch künftig weiterentwickeln“, sagt André Hassa, der für den technischen Bereich zuständig ist. Immerhin liegen von den knapp 3 000 Wohnungen der Genossenschaft rund 1 700 in diesem Stadtteil. Weitere Abrisse seien derzeit nicht geplant.

Moderne Balkone

Der Schwerpunkt der Investitionen lag zuletzt aber in anderen Stadtteilen. „Wir haben in den letzten vier Jahren an der Johannes-R.-Becher-Straße alle Fassaden erneuert“, sagt André Hassa. Um die 3,5 Millionen Euro stecke die Genossenschaft jedes Jahr in ihren Wohnungsbestand – von der Instandhaltung in einzelnen Wohnungen bis zu größeren Maßnahmen. Eine davon sind neue Balkone, die zuletzt vor allem im Wohngebiet Bautzen-West angebaut wurden. Dabei wurde nicht nur alt gegen neu ausgetauscht. Vielmehr sind die Freisitze jetzt geräumiger, weil sie statt nur etwa einen nun 1,50 Meter tief und oft auch deutlich länger sind als vorher. „Das wurde von unseren Mietern sehr positiv aufgenommen“, sagt Sandra Thiel. An weiteren Häusern, so in der Niemöllerstraße, soll es 2019 mit der Modernisierung von Balkonen weitergehen.

Zunehmend beschäftigen sich André Hassa und Sandra Thiel aber auch mit der Frage, wie die Wohnungen an die Bedürfnisse der immer älter werdenden Mieter angepasst werden können. So wurden in Bautzen-West im Zuge der Balkonerneuerung auch die Balkontüren ausgetauscht, um die relativ hohe Schwelle zwischen drinnen und draußen zu reduzieren. Im Allende-Viertel wurde gerade eine Drei-Raum- zu einer Zwei-Raum-Wohnung umgebaut. So entstand Platz für ein geräumiges Bad mit ebenerdiger Dusche.

Andererseits werden für eine Familie mit mehreren Kindern aber auch schon mal zwei kleine zu einer größeren Wohnung zusammengelegt. Auch das Thema Aufzüge rückt wieder in den Fokus. 46 Hauseingänge, 41 davon in Gesundbrunnen, sind bereits seit Längerem damit ausgestattet. Jetzt kommen vier dazu. Eigentlich war der Anbau an der Allende-Straße 51 bis 57 erst für 2019 vorgesehen. Nun rücken aber auch dort noch im Oktober die Handwerker an.