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Mehr Harmonie am Neustädter Markt

Der Platz am Goldenen Reiter soll umgestaltet werden. Jetzt sind Architekten gefragt.

© René Meinig

Die Neugestaltung des Königsufers und des Neustädter Marktes kann beginnen: Für den bevorstehenden Architektenwettbewerb hat der Stadtrat am Donnerstag einstimmig die Zielstellung und die Jurybesetzung abgesegnet. So sollen die Bewerber eine Lösung finden, wie der städtebauliche Bruch beidseits der Großen Meißner Straße überwunden werden kann. Das Königsufer ist bekannt für seine Bauten im Stil des Barocks und der Neorenaissance. Im nördlichen Bereich dominieren dagegen Wohnhäuser, die zu DDR-Zeiten gebaut wurden, sowie das Barockviertel. Letzteres soll stärker an den Neustädter Markt angebunden werden als bisher.

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Dresden, 18. Februar 2019. Mariame Clément hat für die Semperoper Dresden Bedřich Smetanas Oper »Die verkaufte Braut« kräftig ausgelüftet. 

Zwischen Blockhaus und Hotel Bellevue besteht außerdem die Möglichkeit, die im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bürgerhäuser wiederaufzubauen. Dort könnten Wohnungen entstehen. Die Ufer sollen im Charakter erhalten bleiben – monumental bebaut auf der Altstädter Seite und landschaftlich reizvoll auf der Neustädter Seite.

Die vollständige Aufgabenstellung, die ihm Rahmen einer Bürgerwerkstatt Ende letzten Jahres erarbeitet worden ist, wird voraussichtlich im Mai europaweit veröffentlicht. Im September soll die Jury die besten acht Entwürfe auswählen. Dem Gremium werden wahrscheinlich zwölf Fach- und zwölf Sachpreisrichter angehören, darunter je ein Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie Architekturprofessoren. Auch zwei Bürger werden mit abstimmen. Die eingereichten Arbeiten sollen vor der ersten Jurysitzung öffentlich ausgestellt werden. Dresdner haben dann die Möglichkeit, ihre Meinungen zu äußern. Diese sollen von den Preisrichtern berücksichtigt werden. Dasselbe ist vor der zweiten Runde geplant. Voraussichtlich im Februar kommenden Jahres wird dann der Siegerentwurf feststehen, der anschließend in die Rahmenpläne für das Königsufer und den Neustädter Markt einfließt. (SZ/sr)