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Deutschland & Welt

Wieder mehr illegale Migration über Türkei

Im März registrierte die EU-Grenzschutzagentur Frontex über 9000 Fälle unerlaubter Einwanderung. Anders sieht es zwischen Libyen und Italien aus.

Ankunft von Flüchtlingen im südspanischen Port of Motril. © Felipe Passolas / dpa

Warschau. Die Mehrheit der illegal in die EU eingereisten Migranten ist im März nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex über das östliche Mittelmeer gekommen. Dort wurden mehr als 3000 der fast 4600 im März verzeichneten illegalen Grenzübertritte registriert, wie Frontex am Dienstag in Warschau mitteilte. Seit Februar stieg die Zahl der auf diesem Weg illegal einreisten Migranten laut Frontex um zehn Prozent an. Mit mehr als 9000 Fällen wurde im Vergleich zu 2018 auch für das erste Quartal 2019 ein Anstieg von zehn Prozent auf der Route registriert.

Insgesamt ging die Zahl illegaler Grenzübertritte auf den Hauptmigrationsrouten bei etwa 17 900 Fällen im Vergleich zu 2018 um 13 Prozent zurück. Einen Rückgang von sieben Prozent auf fast 4600 Fälle stellte Frontex auch von Februar bis März diesen Jahres fest.

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Nach Angaben der Agentur kamen vor allem weniger Menschen über das westliche Mittelmeer in Spanien an. Dort wurde im März mit 450 Fällen etwa nur die Hälfte der im Vormonat registrierten illegalen Übertritte registriert. In der bisherigen Jahresbilanz stieg die Zahl illegaler Übertritte auf der Route mit mehr als 5450 Fällen im Vergleich zu 2018 jedoch um mehr als die Hälfte an. Die meisten Menschen auf der Route kamen demnach über Marokko.

Auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien reisten nach einem Neunjahrestief im Februar im März mit 225 Menschen wieder mehr Migranten illegal in die EU ein. Die meisten Menschen auf der Route kamen über Tunesien und Algerien. Die Regierung in Rom fährt einen harten Anti-Migrationskurs. Im bisherigen Jahresverlauf ging die Zahl der illegal eingereisten Migranten auf der Route mit etwa 480 Fällen im Vergleich zu 2018 um 92 Prozent zurück. (dpa)