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Politik

Mehr Menschen zu- als weggezogen

In Deutschland sind 2019 wieder mehr Menschen neu angekommen als weggezogen. Allerdings zogen viel weniger hierher als in den vergangen Jahren.

© Daniel Bockwoldt/dpa (Symbolfoto)

Wiesbaden. Rund 327.000 Menschen sind im vergangenen Jahr mehr nach Deutschland gekommen als weggezogen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, ging die sogenannte Nettozuwanderung damit das vierte Mal in Folge zurück. 2018 hatte diese noch bei 400.000 gelegen.

Insgesamt sind im Jahr 2019 rund 1,56 Millionen Personen aus dem Ausland zugezogen und 1,23 Millionen ins Ausland weggezogen. Den Angaben zufolge werden dabei sowohl ausländische als auch deutsche Staatsbürger erfasst.

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"Der Rückgang der Nettozuwanderung nach Deutschland im Vergleich zu 2018 ist vor allem auf die verringerte Zuwanderung und erhöhte Auswanderung ausländischer Personen zurückzuführen", hieß es. So wanderten 2019 rund 1,35 Millionen nichtdeutsche Staatsbürger nach Deutschland ein (2018: 1,38 Millionen). Demgegenüber standen 961.000 Fortzüge von Ausländern (2018: 924.000).

Schrumpfender Überschuss

Noch immer sind den Zahlen zufolge mehr EU-Bürger nach Deutschland zugezogen als weggezogen, wenngleich der Überschuss nur noch bei 113.000 Personen lag. Ein Jahr zuvor waren es noch 202.000. Ein Grund sei, dass Meldebehörden im Zusammenhang mit der Europawahl noch in Deutschland registrierte Bürger nachträglich abgemeldet hätten. Weniger Zuzüge habe es vor allem von Polen oder Kroatien gegeben. Der Wanderüberschuss von Bürgern aus Asien lag bei 116.000, aus Afrika bei 31.000.

Kaum eine Veränderung gab es demnach bei der Zu- und Abwanderung deutscher Staatsbürger. 58.000 Deutsche sind mehr ins Ausland gegangen als nach Deutschland (zurück-)gekommen sind. Hauptzielländer deutscher Auswanderer sind die Schweiz, Österreich und die USA. (dpa)

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