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Mehr Migranten aufnehmen

Dass Anass Halime von den anderen Kameraden so schnell akzeptiert wurde, darüber bin ich angenehm überrascht. Ich hätte gedacht, dass es mehr Schwierigkeiten gibt. Generell könnte es eine Option sein, mehr Ausländer in unsere Feuerwehren aufzunehmen.

© SZ Thomas Eichler

Von Uwe Kahlert*

Arbeiten in Görlitz

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Dass Anass Halime von den anderen Kameraden so schnell akzeptiert wurde, darüber bin ich angenehm überrascht. Ich hätte gedacht, dass es mehr Schwierigkeiten gibt. Generell könnte es eine Option sein, mehr Ausländer in unsere Feuerwehren aufzunehmen. Aber wir als Deutsche haben Schwierigkeiten, auf die Migranten zuzugehen. Es gibt immer wieder Vorurteile. Manche Wehren wollen auch gar nichts mit Migranten zu tun haben.

Auch umgedreht kommen kaum Ausländer auf uns zu. Anass Halime ist da ein Sonderfall. Mit ihm möchte ich mal eine Präsentation vorbereiten, mit der wir Migranten unsere Feuerwehr vorstellen und vielleicht den einen oder anderen als neuen Kameraden gewinnen. In anderen Bundesländern engagieren sich seit Jahrzehnten Ausländer in den Feuerwehren und es funktioniert. So gibt es dort beispielsweise viele Kameraden mit türkischen oder albanischen Wurzeln. Hier ist es noch schwierig.

Ich denke, dass drei oder vier weitere Migranten in unserer Feuerwehr unproblematisch aufgenommen werden könnten. Wenn noch mehr mitmachen wollen, ist es vielleicht schwer, sie zu integrieren. Es kommt auch darauf an, in welcher Abteilung sie mitmachen. Die Kameraden der Abteilung 1 Innenstadt gehen damit anders um als in einer Wehr in einem Ortsteil.

Man könnte natürlich die Migranten alle in der Innenstadt aufnehmen und dafür anderen Kameraden aus dieser Abteilung vorschlagen, die Ortswehren zu unterstützen. Aber da es sich um Freiwillige handelt, könnte man es nur vorschlagen.

* Chef der Zittauer Feuerwehr