merken

Mehr Nachwuchs für Tornado-Fans

Nach Meinung von Beobachtern hat das Nieskyer Eishockeyteam seit Jahren kaum Fans gewinnen können. Das soll sich nun ändern.

© André Schulze

Von Thomas Staudt

Niesky. Tornado Niesky hat immer weniger Fans in organisierten Fangruppen. „Das bedrückt uns“, sagte der Präsident des Eislaufvereins Niesky (ELV) kürzlich in einem Gespräch mit der Sächsischen Zeitung. Die Mannschaft brenne auf dem Eis ein Feuerwerk ab, aber von der Tribüne komme vergleichsweise wenig Feedback, so Dünzel. Aus der Fanszene selbst erhält er Zuspruch für seine Einschätzung. Tornado habe seit Jahren kaum mehr organisierte Fans in nennenswertem Umfang hinzugewinnen können, so Peter Morawitz von der Fangruppe der Sturmjaeger. Eine der möglichen Ursachen sieht er im demografischen Wandel. Wenn die Nachgeborenen nicht in der Region bleiben, sei eine Identifikation mit der Mannschaft und dem Verein nicht zwangsläufig zu erwarten. Noch schwerer wiege eine Interessensverlagerung unter den Jugendlichen. Viele seien zu sehr auf die sozialen Netzwerke und das Internet allgemein fixiert.

Anzeige
Jetzt Traumküche planen per Click & Meet
Jetzt Traumküche planen per Click & Meet

Eine neue Küche im Frühling? Kein Problem! Termin vereinbaren, vorbeikommen und Küchenträume wahr werden lassen.

Über die Zuschauerzahlen generell kann sich der Verein nicht beklagen. Die Heimspiele von Tornado besuchen laut Dünzel regelmäßig 600 bis 700 Zuschauer. Davon seien aber die wenigsten organisierte Fans, schätzte er ein. Das bestätigten auch die Erfahrungen aus den Spielen im vergangenen Jahr in Weißwasser. Für die Eisarena lösten im Schnitt 250 Tornado-Fans Tickets. Auch sonst ist das Eisstadion angesagt. In der ersten Saison im neuen Stadion waren insgesamt 44 173 Kufenfans zu den Freiläufen gekommen. Für die Stadtwerke als Betreiber der Einrichtung war das ein neuer Besucherrekord.

Darüber hinaus sind die Zuschauerzahlen im neuen Nieskyer Eisstadion stabil. Die meisten kämen in erster Linie wegen des Freizeitvergnügens, nicht ausschließlich wegen des Spiels oder wegen der Mannschaft, so Jörn Dünzel. Darunter leide bisweilen die Stimmung im Stadion, aber auch die Unterstützung für die Mannschaft. Um dies auszugleichen und vielleicht neue Fans in den organisierten Gruppen zu gewinnen, wollen der ELV und die Fangruppe der Sturmjaeger in der kommenden Saison gemeinsame Aktionen planen (SZ berichtete). „Ins Stadion zu kommen, soll jedenfalls deutlich attraktiver werden“, so Dünzel. Möglicherweise gibt es künftig auch eine gemeinsame Saisonabschlussfeier.