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Mehr Platz zum Spielen

Der neue Anbau an der Ottendorfer Wald-Kita ist fertig. Die 30 zusätzlichen Krippenplätze werden dringend benötigt.

© Thorsten Eckert

Von Sebastian Kositz

Kinder toben, lachen, spielen – dort, wo vor wenigen Wochen noch die Handwerker mit Hammer, Bohrer und Spachtel fleißig rangeklotzt haben. In nur einem Dreivierteljahr haben die Arbeiter den neuen Anbau an dem Ottendorfer Waldkindergarten hochgezogen, somit Platz geschafft für bis zu 30 weitere Krippenkinder. Erst vor wenigen Tagen ist der Anbau offiziell eingeweiht worden. Und der ist nicht die einzige Neuerung im Waldkindergarten.

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Äußerlich passt sich der Anbau an die bereits vorhandenen Gebäudeteile der Einrichtung an. Im Garten richteten die Handwerker zudem neue Spielmöglichkeiten mit her.
Äußerlich passt sich der Anbau an die bereits vorhandenen Gebäudeteile der Einrichtung an. Im Garten richteten die Handwerker zudem neue Spielmöglichkeiten mit her. © Thorsten Eckert

Bislang gab es in der Einrichtung bereits 68 Krippenplätze für Kinder im Alter ab einem Jahr, weitere 18 sind in der Hermsdorfer Kita „Sonnenhügel“ vorhanden. Hinzu kommen in Hermsdorf und Medingen weitere Plätze, die jedoch erst Kindern ab zweieinhalb Jahren zur Verfügung stehen. Insgesamt zu wenig – weshalb Verwaltung und Gemeinderat im vergangenen Herbst die Errichtung des Anbaus auf den Weg gebracht hatten. Anfang dieses Jahres waren schließlich die Bagger angerollt.

Räume für die Erzieherinnen

Mit dem Anbau entstanden zwei neue Gruppen- und Schlafräume inklusive Bad und Toiletten, die entsprechend auf die Bedürfnisse der kleinen Ottendorfer angepasst wurden. Außerdem richteten die Bauleute noch Räume für die Erzieherinnen her, im Verbindungsgang zwischen dem Anbau und dem ursprünglichen Gebäude entstand zudem eine Unterstellmöglichkeit für Kinderwagen. Obendrein wurde der Ottendorfer Waldkindergarten auch technisch auf- beziehungsweise umgerüstet. So errichteten die Arbeiter eine Photovoltaikanlage. Zugleich wurde aber auch die Heizungsanlage modernisiert, von Öl auf Gas umgestellt. Dabei war das ursprünglich noch nicht einmal vorgesehen.

Der Beschluss, von Öl auf Gas umzusteigen, hatte die Gemeindeverwaltung spontan gefasst, nachdem in den vergangenen Monaten Bauleute für die Verlegung von Abwasserrohren die Bergstraße ohnehin aufgerissen hatten. In Absprachen mit dem regionalen Energieversorger Enso kamen bei dieser Gelegenheit gleich die Rohre fürs Gas mit in den Boden. Die Ölheizung konnte damit abgeschaltet werden, stattdessen sorgt jetzt ein moderner Gasbrennwertkessel dafür, dass es die Kinder gemütlich warm haben.

Fördertöpfe angezapft

Insgesamt haben die Bauarbeiten an dem Waldkindergarten knapp 1,3 Millionen Euro gekostet. Um das Vorhaben finanziell stemmen zu können, zapfte die Gemeinde über den Landkreis auch Fördertöpfe des Freistaats an. Insgesamt stellte das Land für die Erweiterung und die Umbauarbeiten fast 600 000 Euro zur Verfügung. Bei der Erweiterung des Waldkindergartens handelt es sich um die mit Abstand größte Einzelinvestition der Gemeinde in diesem Jahr – abgesehen von den Arbeiten am zentralen Abwassernetz, zu denen die Gemeinde durch entsprechende Vorgaben der Europäischen Union verdonnert ist.

Die neuen Räume im Anbau werden nun nach und nach erst belegt. Die ersten Kinder sind schon da, weitere werden in den nächsten Wochen folgen. Denn inzwischen liegen bereits so viele Anmeldungen vor, dass alle der insgesamt 30 zusätzlichen Krippenplätze bereits vergeben werden konnten, wie Udo Rößler, Hauptamtsleiter im Ottendorfer Rathaus erklärt.

Neben den Krippenplätzen in den kommunalen Kindertageseinrichtungen kümmern sich in der Großgemeinde Ottendorf-Okrilla auch etwas mehr als ein Dutzend Tagesmütter und -väter um die Betreuung der Kleinsten. Eine bundesweite Regelung garantiert Eltern einen Betreuungsanspruch für ihre Kinder im Alter unter drei Jahren. Der kann notfalls auch eingeklagt werden. Auch vor diesem Hintergrund hatte sich die Gemeinde zur Erweiterung des Waldkindergartens entschlossen.

In diesem Jahr war in Ottendorf-Okrilla außerdem auch der erste Kindergarten in nicht-kommunaler Trägerschaft eröffnet worden. Das Schwalbennest im Haus der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde – die Einrichtung wird vom Dresdner Verein Startblock betrieben – bietet Platz für 20 Kindergartenkinder. Die sind derzeit auch alle belegt.