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Mehr Schüler an der Musikschule

554 Kinder und Jugendliche lernen ein Instrument, singen oder tanzen. Dafür verbessern sich jetzt die Bedingungen.

© Kathrin Krüger-Mlaouhia

Von Kathrin Krüger-Mlaouhia

Großenhain. 575 Musikschüler, darunter 554 Kinder und Jugendliche, werden im Musikschulbezirk Großenhain von etwa 30 Lehrkräften unterrichtet. Dass etliche der Honorarkräfte nun eine Festanstellung bekommen, wird deren Perspektive verbessern und damit auch die Qualität der Ausbildung sichern. „Seit etwa 2011 ist die Zahl der Schüler stetig gestiegen“, sagt Schulleiterin Anne-Kathrin Gerbeth. Mehr könnte man kaum aufnehmen. Für die zehn neuen Stellen würden innerhalb der Musikschule Meißen nun die Ausschreibungen laufen. Das werde im übrigen Gebiet den ländlichen Raum stärken. „In Großenhain ist das nicht so der springende Punkt, hier sind wir auf dem Land schon immer stark“, so Anne-Kathrin Gerbeth.

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Beispiel Jeki: Das Grundschulprojekt „Jedem Kind ein Instrument“ läuft neben der Schule Bobersberg auch in Lenz und Ponickau. Instrumentalunterricht gibt es u. a. an der Oberschule Schönfeld, musikalische Früherziehung in vielen Kindereinrichtungen der Gemeinden Thiendorf, Ebersbach, Priestewitz oder Lampertswalde. 80 Veranstaltungen bewerkstelligt die Musikschule pro Schuljahr in Großenhain und im Umland. Dazu gehört zum Beispiel das Projekt „Musik in den Dorfkirchen“, das zweimal pro Schuljahr ausgerichtet wird. Nächste Termine sind ein Frühlingskonzert am 28. April, 17 Uhr in der Dorfkirche Walda und am 29. April, 17 Uhr in der Kirche Niederebersbach. Hier singt auch der Grundschulchor vom Bobersberg im „Netzwerk Kinderchöre der Großenhainer Pflege“.

Jetzt Blechbläser wieder stärken

Einen enormen Aufschwung hat laut Schulleiterin Gerbeth der Kindertanz genommen. Vier Gruppen proben im SKZ Alberttreff, auch im Vorschultanz. Zudem gäbe es in der Musikschule ein Gleichgewicht aller Instrumentengruppen. Das werde auch durch das Angebot „Instrumentenkarussell“ erreicht, bei dem den Schülern die Breite der Angebote, die gelernt werden können, vorgestellt wird. Das spiegele sich dann in der „sehr guten Ensemble-Landschaft“ wider.

Die Musikschule verfügt über zwei Streichorchester und will nun die Blechbläser weiter stärken, nachdem es dort den Verlust eines Lehrers gab. „Wir werden wieder ein klassisches Blechbläserensemble auf die Beine bringen und ein kleines Sinfonieorchester aufstellen“, blickt Anne-Kathrin Gerbeth in die Zukunft. Auch eine Band soll entstehen. Ein Jazzensemble und eine Nachwuchs-Bigband gäbe es bereits, so die Schulleiterin. Damit die Einrichtung des Landkreises finanziell auf sicheren Füßen steht, fördern der Freistaat und der Kulturraum die Arbeit der Musikschulen. Beteiligt sind aber auch die Städte und Gemeinden, aus denen die Schüler kommen, mit einer Zweckvereinbarung. Ab 2019 soll der Kostenanteil der Gemeinden von jährlichen 94 Euro pro Musikschüler auf 105,60 Euro erhöht werden. Das hat der Kreistag jetzt beschlossen.

Hinter Leipzig und Dresden betreibt Meißen immerhin die drittgrößte Musikschule im Freistaat, innerhalb des Kreises ist es die größte Bildungseinrichtung überhaupt. Eine Neuanmeldung ist jederzeit möglich.

20. April, 17 Uhr Frühlingskonzert im Kulturschloss.