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Zittau

Mehr Schutz vor Schweinepest

Die Viruserkrankung rückt immer näher an den Landkreis Görlitz. Auch Haustiere sind nun betroffen. Der Freistaat verstärkt daher seine Maßnahmen.

Symbolbild
Symbolbild ©  Stefan Sauer/dpa

Der Freistaat hat im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest eine neue Allgemeinverfügung erlassen, von der besonders Ostsachsen betroffen ist. Der Grund: Inzwischen ist die Tierseuche auf etwa zehn Kilometer an die deutsch-polnische Grenze herangerückt. Auch bei Hausschweinen in Westpolen konnte die Krankheit inzwischen festgestellt werden.

Egal ob bei der Jagd erlegt oder durch Krankheit oder Unfall verstorben: Alle verdächtigen Wildschweine sind beim Veterinäramt zu melden. Die Wildschweine müssen geborgen und in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt werden. Zum anderen ist für den Landkreis Görlitz und  Bautzen die Beprobung aller gesund erlegten Wildschweine angeordnet. Und - wenn nötig - auch die Entsorgung der Tierkadaver über die Tierkörperbeseitigungsanlage. "Ohne die Jäger schaffen wir die Bekämpfung, Vorbeugung und Früherkennung von Wildtierseuchen nicht", sagt Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). "Die Veterinärbehörden sind auf die Hilfe angewiesen."

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Die Maßnahmen sollen dabei helfen, einen möglichen ersten Schweinepest-Fall in die heimische Wildschweinepopulation so früh wie möglich zu erkennen und die Gefahr einer Verbreitung zu minimieren, um eine schnelle und effektive Bekämpfung einzuleiten. Schon jetzt sind alle Schweinehalter-Betriebe in Sachsen über die Erkrankung informiert, die Biosicherheitsmaßnahmen erhöht. Seit dem 6. März ist  zudem die Wildschweinbarriere an der Neiße fertiggestellt. 

Die Veterinärverwaltung arbeite trotz der Corona-Krise weiterhin mit allen verfügbaren Kräften daran, die Einschleppung in den Freistaat zu verhindern, so Petra Köpping.

Hinter der Afrikanischen Schweinepest verbirgt sich eine Erkrankung, die aus Osteuropa kommt. Mit dem Ausbruch im November 2019 in der Woiwodschaft Lebus in Westpolen rückt sie näher an Deutschland heran. Auch das Risiko eines Einschleppens durch menschliches Handeln wird als hoch eingestuft. 

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