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Mehr Sicherheit durch City-Streife

Den Pilotversuch mit mobilen Sicherheitsteams auf der Prager Straße in Dresden sehen die Organisatoren als Erfolg. Im März könnte es weitergehen – wenn Geld da ist.

© Sven Ellger

Von Tobias Wolf

Blaue Uniformen und ein waches Auge auf Kriminelle in der Prager Straße: Geht es nach den Organisatoren der City-Streife, sollen die mobilen Sicherheitsteams zum festen Bestandteil auf Dresdens größter Einkaufsmeile werden. Seit Dezember läuft der Test, ob damit Sicherheitsprobleme zwischen Wiener Platz und Altmarkt in den Griff zu kriegen sind. Vor allem rund um den Drogenhandelsschwerpunkt Wiener Platz gibt es immer wieder Probleme, aber auch mit Ladendieben in Geschäften.

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Zwei Teams mit je zwei Wachleuten sind jeden Werktag zwischen 10 und 20.45 Uhr unterwegs. Grund für den Einsatz war laut City-Manager Jürgen Wolf ein starker Anstieg von Diebstählen, Bedrohungen sowie offener Gewalt. Allein die Präsenz der uniformierten Sicherheitsleute schaffe eine höhere gefühlte Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter der Geschäfte entlang der Prager Straße, sagt Wolf. Auch in brenzligen Situationen. Defacto habe sich ebenfalls einiges verbessert. So bringt die City-Streife zusätzliche Schlagkraft bei der Verfolgung von Ladendieben außerhalb der Geschäfte. In Notfällen können die Sicherheitsleute schnell dort sein, wo vielleicht gerade ein Detektiv einer ganzen Bande von Dieben gegenübersteht.

Etwa sechsmal wird die City-Streife pro Tag zu problematischen Einsätzen gerufen. Neun Security-Firmen stellen das Personal und finanzieren bislang je einen Arbeitstag im Monat selbst. Polizei und Ordnungsamt loben die Streifengänger, die sehr professionell aufträten, Kontakt mit Verkäufern halten oder auch mal Frauen abends zu ihrem Auto oder zur Haltestelle begleiten.

Finanziert wurde die City-Streife bisher von 19 Häusern, darunter Altmarktgalerie, Centrum-Galerie und Prager Spitze sowie kleinere Einzelhändler. Das sind rund zehn Prozent aller 200 Geschäfte in diesem Bereich. Hier beginnt das Problem. Die Finanzierung von 17 000 Euro pro Monat ab März ist nicht gesichert. Aufgaben der Polizei übernimmt die City-Streife nicht. Den Drogenschwerpunkt Wiener Platz haben die Beamten im Blick. Demnächst könnte er stärker videoüberwacht werden. Nach der CDU will auch die SPD mehr Kameras am Wiener Platz, um abzuschrecken und Täter zu verfolgen. In Bahnen gab es bereits Erfolge, sagte Fraktionschef Christian Avenarius, warnt aber: „Videoüberwachung ist kein Allheilmittel für die Bekämpfung von Drogendelikten.“