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Mehr Sonderführungen in Sternwarte

Andreas Baumbach hat nun wieder eine Festeinstellung. Er war schon vor 40 Jahren in der AG Astronomie.

© Dietmar Thomas

Von Sylvia Jentzsch

Hartha. Andreas Baumbach, der Mann für die Öffentlichkeitsarbeit in der Harthaer Sternwarte Bruno H. Bürgel, ist froh. Seit einigen Wochen ist er über das Programm „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ für 25 Stunden in der Woche beschäftigt. Das gilt für die nächsten drei Jahre.

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Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Am 25. Oktober findet eine Baustellenbesichtigung in Döbeln statt.

Baumbach hatte von 2011 bis 2014 bereits eine Anstellung als Bürgerarbeiter. Danach übernahm er die Öffentlichkeitsarbeit für eineinhalb Jahre ehrenamtlich, blieb immer am Ball. „Trotzdem ist vieles liegengeblieben. Es gibt jede Menge aufzuarbeiten. Neue Projekte sind in Absprache mit dem Verein auch geplant. Meine Aufgaben sind vielfältig“, sagte der Hobbyastronom. Da er nun mehr Zeit investieren kann, sieht Baumbach eine Chance, auf den vorhandenen Vorträgen über Himmelskörper oder Galaxien aufzubauen und der Qualität und Aktualität zu verbessern. Außerdem wird er die Sternwarte nach außen vertreten, Veranstaltungen planen und Termine koordinieren. In diesem Jahr soll auch noch der 60ste Jahrestag des Spatenstiches für die Sternwarte feierlich begangenen werden. Die Vorbereitungen dafür laufen.

Viele Anlässe

Künftig sollen mehr Sonderveranstaltungen in der Sternwarte angeboten werden. „Es gibt viele Anlässe, bei denen ein Ausflug zur Harthaer Sternwarte eingeplant werden kann. Ob Feierlichkeiten, Seminare, Treffen von Gruppen oder vieles mehr“, so Baumbach. Möglich sind Sonderführungen nach Absprache ab sechs Personen. Von den Schulen und Kindergärten in der Region werden die Angebote der Sternwarte immer mehr angenommen. Es gebe schon Stammkunden. „Das ist auch das Ergebnis einer kontinuierlichen Arbeit in Sachen Werbung. Es können auch gern noch mehr Kinder und Jugendliche bei uns reinschauen. Wichtig ist, dass die Interessierten für die Astronomie begeistert werden“, so der Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit.

Ein weiteres Aufgabengebiet von ihm ist die Ausgestaltung der Sternwarte. Wie diese aussehen könnte, ist noch in Planung.

Altes Hobby

Für den gelernten Anlagentechniker, der später Ökonomie studiert hat, ist dieser Job eine Art Fortsetzung. „Ich habe damit ein altes Hobby wiederentdeckt und aktiviert“, erzählt der Waldheimer, der als Jugendlicher die AG Astronomie in der Sternwarte Riesa besucht hat. Wer einmal von der Astronomie begeistert gewesen sei, den lasse die Faszination nicht mehr los. Immer gibt es etwas Neues zu entdecken oder zu beobachten.

Ein Standbein, um Geld für die Erhaltung der Sternwarte einzuspielen, ist die Vermietung des Veranstaltungsraumes mit Küche. „Die Sternwarte ist ein idealer Platz zum Feiern. Lässt es das Wetter zu, kann das Außengelände genutzt werden. Gleichzeitig steht immer ein Raum zu Verfügung, wenn es zum Beispiel regnet“, so Andreas Baumbach. Geschätzt werde auch die ruhige Lage, und dass Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgehen können. Es seien schon Hochzeiten und Geburtstage in der Sternwarte gefeiert worden, so Baumbach.