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Deutschland & Welt

Mehr Tote wegen Corona? Das sagt die Statistik

In einigen Ländern sind seit Beginn der Pandemie deutlich mehr Menschen gestorben als in den Jahren zuvor. In Deutschland ist das nicht der Fall.

Beerdigung eines Covid-Toten in Russland. In einigen Ländern hat das Coronavirus zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate in der Bevölkerung geführt.
Beerdigung eines Covid-Toten in Russland. In einigen Ländern hat das Coronavirus zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate in der Bevölkerung geführt. © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Wiesbaden. Auch wenn im April mehr Menschen starben als im Durchschnitt ist laut Statistischem Bundesamt die sogenannte Übersterblichkeit in Deutschland "vergleichsweise gering". Das geht aus einer am Freitag in Wiesbaden veröffentlichten Sonderauswertung hervor. Für die jüngeren Daten nutzten die Statistiker die Sterbefallmeldungen der Standesämter. Damit liegen vorläufige Daten bis Mitte April vor.

In der Woche 13. bis 19. April 2020 starben in Deutschland demnach mindestens 18.693 Menschen: 1.343 Fälle weniger als in der Woche davor, aber acht Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. Da die Grippewelle seit Mitte März als beendet gilt, führen die Statistiker die "leichte Übersterblichkeit" auf die Corona-Pandemie zurück. Todesursachen werden in den Meldungen der Standesämter nicht erfasst.

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© dpa

"Im europäischen Vergleich ist das Ausmaß der sogenannten Übersterblichkeit in Deutschland vergleichsweise gering", bilanzierten die Statistiker. Italien berichtet laut Statistischem Bundesamt von einer um knapp 50 Prozent erhöhten Sterbefallzahl für den März im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für den Ballungsraum Stockholm seien Anfang April sogar doppelt so hohe Sterbefallzahlen gemeldet worden.

In Frankreich war die Zahl der Todesfälle zwischen dem 1. März und dem 4. Mai 2020 um 22 Prozent höher als im gleichen Zeitraum im Vorjahr und 14 Prozent höher als 2018, wie die Statistikbehörde mitteilte. Regional gab es den stärksten Anstieg im Großraum Paris - hier wurde ein Anstieg um 83 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet - gefolgt von der an Deutschland grenzenden Region Grand Est (plus 49 Prozent). (dpa)

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