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Meißen bleibt eine Hochzeitshochburg

Statistisches aus Meißen – die Zahlen für das Jahr 2017: positiver Wanderungssaldo und sinkende Geburtenzahlen.

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© Symbolfoto: dpa

Von Udo lemke

Meißen. Attraktive Wohnstandorte, die gute Verkehrs- und Nahverkehrsanbindung und seine reizvolle Lage im Elbtal machen Meißen als Wohnort nahe der Landeshauptstadt beliebt. „1 851 Zuzügler kamen vergangenes Jahr in die Stadt, nur 1 462 kehrten Meißen den Rücken (2016: 2 130 Zuzüge, 1 809 Wegzüge)“, teilte Stadtsprecherin Katharina Reso jetzt mit.

Das Meißner Standesamt, das auch für die Gemeinden Käbschütztal, Klipphausen und Diera-Zehren zuständig ist, beurkundete insgesamt 667 Geburten für das Jahr 2017 (2016: 722). Das entspricht einem Rückgang von 14 Prozent. Der Nachwuchs innerhalb der Stadt liegt ebenfalls unter dem Wert des Vorjahres bei 247 Neugeborenen (2016: 284). Das entspricht einem Rückgang von 13 Prozent. „Bei der Namenswahl folgten die Meißner Eltern wieder weitgehend dem deutschlandweiten Trend. Die beliebtesten Vornamen bei den Jungen sind Ben, Jonas, Emil, Oskar und Henry. Mädchen wurden am häufigsten Emma, Lena, Hanna oder Lilly genannt.“

Einige außergewöhnliche Jungennamen waren Lio, Simo, Alwin, Jaron, Logan, Mino, Quin, oder Taavi. Besondere Vornamen für Mädchen lauteten zum Beispiel Amalia, Awa, Ela, Flavia, Kaya, Lou, Minessa oder Tia, erklärte Katharina Reso. Nach ihren Angaben bleibt Meißen aufgrund seiner historischen Kulissen und des romantischen Flairs eine Hochzeitshochburg. Danach gaben sich im vergangenen Jahr 261 Paare in der Porzellan- und Weinstadt das Jawort, 2016 waren es 257.

Favorit bei den Heiratswilligen war das Standesamt im gotischen Rathaus. Ebenfalls gefragt: das Schloss Proschwitz, in dem sich 30 Paare trauen ließen, dicht gefolgt von der Albrechtsburg mit 24 Paaren. Für 2018 sind nur noch wenige Termine frei. Bereits ab Juli nimmt das Standesamt Terminwünsche für das Jahr 2019 per Post oder per E-Mail entgegen. Was die Sterbefälle betrifft, so beurkundete das Standesamt 2017 456, 2016 waren es 458. (SZ)