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Meissen-Tourist zieht ins Sägewerk

Der Reiseveranstalter bekommt maßgeschneiderte Räume – am 1. April ist die Eröffnung.

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© Claudia Hübschmann

Von Udo Lemke

Meißen. Eberhard Pamberg strahlt. Der deutsche Unternehmer, der in der Schweiz lebt, hat einen Ankermieter, also einen Hauptmieter, für das alte Sägewerk an der Leipziger Straße gefunden: die Meissen-Tourist GmbH. „Sie wird etwa 60 Prozent der Flächen belegen.“ Das bestätigt der Geschäftsführer des Reiseveranstalters, Lutz Thieme. „Das komplette erste Geschoss und die Hälfte des Erdgeschosses übernehmen wir.“

Wir, das sind die ca. 25 Mitarbeiter, die derzeit an den beiden Standorten von Meissen-Tourist in der Stadt, in der Gerbergasse und in der Dresdner Straße, arbeiten. Der Grund für den Umzug, den sich das Unternehmen eine Menge Geld kosten lässt, „auf jeden Fall einen sechsstelligen Betrag“, ist die Chance, im alten Sägewerk bessere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu schaffen – und mehr Komfort für die Kunden. „Wir haben die vergangenen 25 Jahre vernünftig gearbeitet“, antwortet Lutz Thieme auf die Frage nach der Finanzierung des Projektes.

Der Innenausbau der Räume im alten Sägewerk erfolgte von Anfang an nach den Vorstellungen der Firma. „Wir haben sie uns maßgeschneidert, nach unseren Erfordernissen bauen lassen.“ So wird der Eingangsbereich im Erdgeschoss als Minipassage gestaltet. Auf dem Hochparterre gelegen wird er über eine Treppe erreichbar sein, außerdem soll es eine Terrasse geben. Im Erdgeschoss wird das Reisebüro von Meißen Tourist seinen Platz finden. Es wird nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtet, „um eine sehr moderne Bedienungsqualität zu gewährleisten“. Während das Reisebüro fertige Produkte vermittelt und verkauft, arbeitet die Firma als zweite Säule selbst als Veranstalter. Das heißt, sie entwickelt selbst Reiseangebote und verkauft sie. „Wir geben vier eigene Kataloge im Jahr heraus“, so Lutz Thieme. „Unser Angebot reicht von Deutschland- und Europarundreisen über Flusskreuzfahrten bis hin zu Kur- und Gesundheitsreisen.“ Nach den Worten des Geschäftsführers wird der Veranstalterbereich im ersten Geschoss seinen Platz finden. Alle Räume von Meißen Tourist im alten Sägewerk sind über einen Fahrstuhl, der außen an das Gebäude angebauten worden ist, erreichbar. Damit ist der Zugang behindertengerecht.

Dass man diesen Standort ausgesucht hat, hat mit der Lage des Gebäudes zu tun. Es sei quasi der Eingang zur Altstadt mit einer großen Parkfläche. „Man wird diese Adresse schnell finden.“ Natürlich sei man sich bewusst, dass das alte Sägewerk im Hochwassergebiet der Stadt steht. Deshalb sind wichtige Teile der Haustechnik ins Dachgeschoss verlagert worden, und mit dem Fahrstuhl können schnell Mobiliar und sonstige Einrichtungsgegenstände nach oben gefahren werden, wo es nach Eberhard Pambergs Auskunft extra Abstellflächen gibt. „Wir sind hochwassererfahren, wir haben einige Hochwasser mitgemacht“, erklärt Lutz Thieme.

Wie die noch freien Flächen im alten Sägewerk gefüllt werden, ist noch nicht sicher. Auf alle Fälle sollen Mieter gefunden werden, die zu Meissen-Tourist passen. Eberhard Pamberg deutet die Möglichkeit einer gastronomischen Einrichtung an.

Für Lutz Thieme ist klar, wie es weiter geht. Wenn das Weihnachts-, Silvester- und Wintergeschäft vorbei ist, wird umgezogen. Am 1. April sollen die neuen Räume im alten Sägewerk eröffnet werden: „Die Ausbauarbeiten gehen planmäßig voran.“