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Meißen will mehr Fördergeld für Sporthallen

Der Stadtrat hat einen Beschluss gefasst, um fast drei Millionen Euro im Sportkomplex Heiliger Grund investieren zu können.

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Von Harald Daßler

Rund drei Millionen Euro will Meißen bis 2013 im Sportkomplex Heiliger Grund investieren. Geplant ist, die Sporthalle zu sanieren und die benachbarte ehemalige Schwimmhalle bautechnisch für eine künftige Nutzung als Sporthalle vorzubereiten. Dazu sollen zusätzliche Fördermittel aus dem EU-Programm für die regionale Entwicklung (EFRE) locker gemacht werden. Ein entsprechender Antrag wurde vorige Woche bei den Behörden in Dresden abgegeben.

Die Weichen dafür hatten die Stadträte vorige Woche in einer Sondersitzung gestellt. Einstimmig fassten sie einen Beschluss, den 25-prozentigen Eigenanteil der Stadt in Höhe von rund 725000 Euro bereitzustellen. „Dies ist die wesentliche Voraussetzung, um in den Genuss der Förderung aus dem EFRE-Programm zu kommen“, hatte Finanzbürgermeister Hartmut Gruner für den Beschlussvorschlag geworben. Wie er erklärte, bestehe Aussicht auf Fördergeld in der 2013 auslaufenden Förderperiode des EU-Programms. Die 725000 Euro sollen der allgemeinen Rücklage der Stadt entnommen werden, wenn die Behörden den Anträgen aus Meißen zustimmen.

Sportvereine hoffen

„Natürlich ist das eine gute Nachricht“, begrüßt Dieter Sörnitz die Aussicht auf eine weitere Investition im Meißner Sportkomplex am Heiligen Grund. Sörnitz, der seit 1991 ehrenamtlich die Geschäfte im Stadtsportverein führt, weist aber auch darauf hin, dass der Neubau einer Zweifeld-Sporthalle im vorigen Jahr auf Eis gelegt worden war, weil die Stadt dafür bewilligte Fördergelder zugunsten des Erweiterungsbaus am städtischen Gymnasium umgewidmet hatte. Deshalb werde es Zeit, dem Sportkomplex endlich mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Sollte es gelingen, zusätzliches Geld für den Ausbau im Heiligen Grund zu bekommen, bestünde Aussicht auf bessere Bedingungen zum Beispiel für die Badminton- oder Tischtennissportler. Sie könnten das in der Schwimmhalle entstehende Spielfeld zum Trainieren nutzen. Ebenso könnte es für Kleinfeldspiele genutzt werden, erklärt Sörnitz, der für 36 Sportvereine mit rund 4000 Mitgliedern spricht.