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640 neue Wohnungen im vergangenen Jahr: IG Bau warnt vor Abwärtstrend

Im Vergleich zum Vorjahr wurde mehr Wohnraum geschaffen. Doch die Gewerkschaft warnt vor Hürden.

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Symbolbild: Neue Wohnung, neues Glück. Doch gerade bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware.
Symbolbild: Neue Wohnung, neues Glück. Doch gerade bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware. © IG Bau

Landkreis Meißen. Im vergangenen Jahr wurden im gesamten Landkreis insgesamt 640 Wohnungen neu gebaut - 76 mehr als im Vorjahr, wie die Gewerkschaft IG Bau in einer Pressemitteilung bilanziert. Knapp 115 Millionen Euro wurden von den Bauherren in diese Projekte investiert. Die Hälfte dieser Neubauten fielen auf Ein- und Zweifamilienhäuser.

Für das laufende Baujahr warnt der IG Bau-Bezirksvorsitzende Jörg Borowski jedoch vor einem Abwärtstrend: "Bauvorhaben werden auf Eis gelegt. Hohe Baukosten treffen auf hohe Zinsen und hohe Hürden beim Bauen durch staatliche Auflagen und Vorschriften." Das resultiere auch in höheren Mieten, insbesondere bei Neubauten, die für potenzielle Mieter nur schwer zu stemmen seien: "Es kommt darauf an, vor allem bezahlbare Wohnungen und Sozialwohnungen zu bauen", so Borowski weiter.

Aus diesem Grund fordert die Gewerkschaft einen "Booster für den Neubau" ebensolcher Wohnungen. Man appelliere an die heimischen Bundestagsabgeordneten, sich für tiefere Fördertöpfe stark zu machen. Auch das Land Sachsen sei mehr gefordert. Die Gewerkschaft nennt eine Summe von 72 Milliarden Euro, die benötigt würden, um bis 2025 bundesweit 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr sowie 60.000 bezahlbare Wohnungen zu bauen. Zusätzlich fordere man eine Entschlackung des Baugesetzbuches, um zukünftige Neubauten zu erleichtern. (SZ)