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Meißen

Abwasserkanal friert ein

Der Kanal in Porschnitz ist noch ein Erbe aus DDR-Zeiten. Nach mehr als 30 Jahren soll nun Abhilfe geschaffen werden.

Auch im Käbschütztaler Ortsteil soll bald wie hier ein neuer Abwasserkanal gebaut werden.
Auch im Käbschütztaler Ortsteil soll bald wie hier ein neuer Abwasserkanal gebaut werden. © Symbolfoto: Dietmar Thomas

Käbschütztal. Wer ein Erbe antritt, kann es ausschlagen, wenn sich abzeichnet, dass das Erbe aus Schulden besteht. Städte und Gemeinde haben diese Möglichkeit in der Regel nicht. Sie "erbten" nach der Wende Grundstücke, die mal Volkseigentum waren, mit allem, was sich darauf und darin befindet. So auch Abwasserkanäle. Nicht nur der im Ortsteil Porschnitz ist für die Gemeinde Käbschütztal ein teures Erbe.

Die Abwasseranlage wurde lange vor der Wende gebaut. "Der Kanal ist inzwischen stark baufällig. Zudem wurde er viel zu flach verlegt, was dazu führte, dass er im Winter einfror, das Abwasser nicht mehr abfließen konnte", sagt Kay Griesbach vom Zweckverband "Meißner Hochland".

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Nun soll Abhilfe geschaffen, ein neuer Kanal gebaut werden. Neben dem 66 Meter langen Kanal mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern entstehen auch Hausanschlüsse, Straßeneinläufe und Schächte.

Für die Arbeiten hatten von sieben angefragten Firmen vier ein Angebot abgegeben. Den Zuschlag erhielt die Baufirma Schmidtgen aus dem Lommatzscher Ortsteil Barmenitz. Sie hatte ein Angebot von 44.514 Euro abgegeben. Die teuerste Offerte einer Meißner Firma lag um gut 11.000 Euro höher.

Für den Kanalbau sollen 35.000 Euro aus Mitteln für die Stärkung des ländlichen Raumes verwendet werden. Den Rest muss die Gemeinde Käbschütztal aus Eigenmitteln bezahlen. (SZ/jm)

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