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Was ändert sich 2021?

Das neue Jahr beginnt zwar wie das alte endete, hält aber doch so einige Neuerungen bereit. Über manches lässt sich freuen, über anderes wohl weniger.

Jeder Jahreswechsel hält etwas Neues bereit.
Jeder Jahreswechsel hält etwas Neues bereit. © unsplash.com

Zwar hält das böse Wort mit "C", welches keiner mehr hören kann und will, weiterhin an und bringt nicht viel Veränderung für das öffentliche Leben mit sich. Dennoch kommt in 2021 viel Neues auf uns zu. Einen kleinen Auszug, welche Regelungen unter anderem den Geldbeutel entlasten und welche ihn wieder strapazieren, lesen Sie hier.

Teures Tanken und Heizen

Vielleicht hat es der ein oder andere aufmerksame Bürger bereits gemerkt: An den Tankstellen stehen höhere Beträge als noch vor dem Jahreswechsel auf der Tafel. Denn aufgrund der Einführung der CO2-Steuer wird Benzin rund sieben Cent und Diesel um rund acht Cent teurer.

Die Erhöhung betrifft auch das Heizen mit Öl und Erdgas. Öl steigt hierbei um ca. 7,9 Cent pro Liter und Erdgas um etwa 0,6 Cent pro Kilowattstunde.

Soli Adé

Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit kleinem und mittlerem Einkommen müssen ab sofort keinen Solidaritätszuschlag mehr bezahlen. Das betrifft etwa 90 Prozent aller Steuerzahler. Zuletzt lag besagter Zuschlag bei 5,5 Prozent von der Einkommens- und Körperschaftsteuer.

Beitragserhöhung der Krankenkassen

Sowohl viele gesetzliche als auch private Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge. Wie hoch die Erhöhung ausfällt, legt jede Krankenkasse eigenmächtig fest. Im Durchschnitt erhöht sie sich jedoch um 0,2 Punkte auf 1,3 Prozent.

Kindergeld erhöht sich

Das Kindergeld erhöht sich ab diesem Jahr um 15 Euro pro Kind. Auch der Kinderfreibetrag wird angehoben und zwar um 144 Euro pro Elternteil.

Mehr Geld für Pendler

Wer einen weiteren Weg als 20 Kilometer zur Arbeit hat, erhält ab sofort eine höhere Pendlerpauschale. Bis Kilometer 20 bleibt es bei den 30 Cent pro Kilometer, während ab Kilometer 21 von nun an 35 Cent bei der Steuererklärung geltend gemacht werden können.

Mindestlohn steigt

Der gesetzliche Mindestlohn steigt ab dem 1. Januar 2021 von 9,35 Euro auf 9,50 Euro. Zum 1. Juli erfolgt dann eine weitere Erhöhung um 10 Cent.

Neue Energie-Kategorien

Ab dem 1. März 2021 wird der Energieverbrauch von Geräten, wie Waschmaschine, Kühlschrank oder Geschirrspüler, nicht mehr mit den Plus-Klassen (z. B. A++) gekennzeichnet, sondern mit Kategorien von A bis G. "A" steht dabei für einen niedrigen Verbrauch, "G" für einen hohen.

Drei weitere Monate Baukindergeld

Baukindergeld erhält man nicht, wie ursprünglich vorgesehen, nur bis Ende 2020. Noch bis Ende März 2020 kann es durch Familien, die eine Immobilie kaufen oder eine Baugenehmigung erhalten, beantragt werden. Für zehn Jahre erhält man pro Kind 1.200 Euro.

Einwegplastik bald Geschichte

Ab dem 1. Juli 2021 soll Einwegplastik aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Ob Becher, Besteck oder Wattestäbchen - Einweg-Gegenstände aus Plastik und Styropor werden nicht mehr erhältlich sein. Ein Abverkauf der Lagerbestände wird jedoch erlaubt.

Personalausweis wird teurer

Das Beantragen eines Personalausweises steigt auf 37 Euro. Als Passfotos werden dafür ausschließlich vor Ort in der Behörde gemachte oder von einem Dienstleister digitalisierte Fotos akzeptiert.

Ferkel schmerzfrei kastrieren

Ab sofort dürfen Ferkel nur noch unter Vollnarkose kastriert werden.

Teurer Fahrspaß

Autofahrerinnen und Autofahrern, deren Autos einen CO2-Ausstoß von mehr als 95 Gramm CO2 pro Kilometer haben, müssen eine höhere Kraftfahrzeugsteuer bezahlen. Dies gilt für alle ab dem 1. Januar 2021 zugelassenen Kraftfahrzeuge. Wer sein Auto, welches unter 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, von Juli 2020 bis Ende 2024 anmeldet, bekommt hingegen einen Steuerbonus von 30 Euro pro Jahr für maximal fünf Jahre.

Grundrente eingeführt

Die Grundrente soll ab sofort auf ca. 80 Prozent der Rente eines durchschnittlichen Arbeitnehmers angehoben werden. Dafür muss man mindestens 33 Jahre den Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt haben. Unter 35 Beitragsjahren wird der Zuschlag gestaffelt ausgezahlt. In den neuen Bundesländern beläuft sich der Zuschlag auf maximal 390 Euro.

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