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Ärger mit der Biotonne

Die Entsorgung kann verweigert werden, sagt ZAOE-Chef Otteni. Dafür gibt es klare Regeln. Er will dafür sorgen, dass sich alle daran halten.

Was in die Biotonne darf, ist geregelt – Größe, Umfang, Durchmesser oder Gewicht des Abfalls aber nicht.
Was in die Biotonne darf, ist geregelt – Größe, Umfang, Durchmesser oder Gewicht des Abfalls aber nicht. © Christian Juppe

Meißen. Immer wieder komme es vor, dass seine Bio-Tonne nur teilweise entleert wird, da dem Fahrer des Entsorgungsfahrzeugs die Äste in der Bio-Tonne zu dick sind. Mit diesem Problem wandte sich ein Anwohner aus Korbitz an die Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung. Wie er schreibt, gibt es keine Regelung – weder im Internet-Auftritt des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Oberes Elbtal (ZAOE), noch in dessen Abfallkalender oder als Aufkleber auf der Tonne. Von einem Sachbearbeiter habe er in Erfahrung bringen können, dass Äste bis zu einem Durchmesser von 15 cm entsorgt werden müssen. Leider wüssten die Fahrer der Müllfahrzeuge nicht Bescheid bzw. sie hielten sich nicht daran.

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„In der Abfallwirtschaftssatzung gibt es keine Vorgaben zur Größe oder zum Umfang von Ästen“, erklärt der Geschäftsführer des ZAOE Raimund Otteni, den die Lokalredaktion mit dem Problem des Meißner Lesers konfrontiert hatte. Er nahm die Anfrage des Lesers zum Anlass, um Rücksprache mit dem beauftragten Entsorgungsunternehmen Nehlsen zu halten. Im vorliegenden Fall sah das Unternehmen „eine Gefahr für die Technik des Sammelfahrzeuges gegeben“, so der ZAOE-Chef.

Bei der Entleerung der blauen, grauen und braunen Abfalltonnen ist es normalerweise so geregelt: Bleibt eine Tonne stehen bzw. wird sie nicht vollständig entleert, sind die Fahrer des Müllfahrzeuges angehalten, sie zu fotografieren und eine Mitteilung an den ZAOE zu senden, erklärt Raimund Otteni das Prozedere. Im konkreten Fall liegen leider keine Fotos der Abfälle vor, „sodass es uns nicht möglich ist, dies zu beurteilen“.

Wie er hinzufügt, ist es dem Entsorgungsunternehmen laut Vertrag gestattet, „Behälter von der Entleerung auszuschließen, deren Inhalt eine ordnungsgemäße Entsorgung beeinträchtigen können. In diesen Fällen ist aber immer der ZAOE zu informieren. Dass uns hier keine Information vorliegt, werden wir mit Nehlsen auswerten.“ Das heißt auch: Künftig soll es ausgeschlossen sein, dass Probleme, wie das eingangs geschilderte, im Nachhinein nicht mehr beurteilt und geklärt werden können.

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Der ZAOE-Chef weist darauf hin, dass vor allem das Füllgewicht in den Abfallbehältern nicht zu hoch sein darf: Der Behälter könnte beim Kippvorgang reißen oder sogar ins Fahrzeug fallen. Größere Äste oder Wurzeln können sich zudem im Behälter verkeilen, sodass keine vollständige Entleerung möglich ist. „Wir empfehlen für diese Abfälle daher die Abgabe am Wertstoffhof.“ (SZ/da)

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