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Meißen
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Ampel in Meißen auf Rot hängengeblieben

Am Mittwochmorgen kam es auf der Hochuferstraße (B6) in Meißen zu einem Stau. Grund: Alle die, in die Meisastraße wollten, durften nicht.

Von Andre Schramm
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Die Ampel an der B6 zeigte am Mittwochmorgen nur eine Farbe.
Die Ampel an der B6 zeigte am Mittwochmorgen nur eine Farbe. © privat

Meißen. Normalerweise ist die Linksabbiegerspur an der B6 (aus Richtung Dresden) kaum belegt. Am Mittwochmorgen war das anders. Viele Autofahrer warteten und warteten auf die Grünphase zum Abbiegen. Die kam aber nicht. Die Ampel zeigte dauerrot. Vermutlich ein technischer Defekt. Nach mehr als fünf Minuten des Wartens hatten die ersten Autofahrer die Nase voll und fuhren trotzdem. Andere fädelten sich auf der Spur Richtung Riesa ein, um kurz danach ins Meisatal abzubiegen. Wie verhält man sich in so einer Situation?

Das Oberlandesgericht Hamm hatte bereits 1999 über einen ähnlich gelagerten Fall zu entscheiden. Das Gericht hielt fest, dass von einer defekten Ampel erst nach deutlich mehr als drei Minuten Rotlichtzeit ausgegangen werden kann. Konkreter wurden die Richter jedoch nicht. Es hieß lediglich, "dass die Lichtzeichenanlage über einen erheblich längeren Zeitraum zu beobachten ist". Verkehrsexperten empfehlen mindestens fünf Minuten abzuwarten, und dann unter äußerster Wachsamkeit in den Kreuzungsbereich hineinzufahren. Das Problem an der B6-Ampel wurde bereits der Stadtverwaltung gemeldet. (SZ/asc)