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Meißen.Lokal

Bald wird wieder ausgeschenkt!

Stuhl um Stuhl geht es voran auf dem Marktplatz in Meißen. Die Freiterrassen locken. Jetzt wurden auf den ersten Flächen schon die Sitzmöbel aufgestellt.

© Foto: Christiane Weikert

Alle warten gespannt und viele schauen sich immer wieder die Inzidenzwerte im Landkreis Meißen an. Wie wir bereits berichteten (SZ.de vom 20.05.2021) dauert es allerdings noch einen Moment. Während in Dresden schon fleißig in Biergärten ausgeschenkt wird, muss der Landkreis Meißen noch die Hürde der Sieben-Tage-Inzidenz überwinden. Wenn die Zahlen so bleiben, kann es zu einer Öffnung der Außengastronomie Mitte nächster Woche führen.

Der Marktplatz Meißen muss wiederbelebt werden

An der kleinen, vor Weihnachten aufgestellten „Marktbude“ vor dem St. Benno Gewölberestaurant herrscht reger Andrang. Inhaber Matthias Huth wendet mit einer Emsigkeit die Bratwürste auf seinem kleinen Grill. Die Leute, welche wartend davorstehen, trinken erstmal ein „Wartebier“.

„Endlich“, sagt eine Frau aus Görlitz und nimmt einen beherzten Schluck aus dem Becher. „Bei uns ist alles noch zu. Man kann es kaum noch erwarten, dass es wieder losgeht.“

Mittlerweile ist die Spezialbratwurst fertig und der wartende Gast zufrieden. „Lecker.“

„Wir beginnen sobald als möglich mit dem Aufbau unserer Außenterrasse“, freut sich Herr Huth. „Der Marktplatz muss wiederbelebt werden und den Leuten zeigen, dass wir alle noch da sind, bleiben wollen und uns auf die Gäste freuen“.

Kellner bleiben und Vater sein.

Danny Kirchhübel kommt aus der Küche mit einer Kiste Brötchen. Er gehört zur Stammbesetzung des Gewölbekellers.

„Auch schön, wieder hier zu sein. Ich habe die letzten Monate meine Kinder (2, 7 und 10 Jahre) zu Hause betreut. War eigentlich relativ entspannt. Ich war Kindergärtner und Lehrer in einer Person, konnte aber so meiner Frau, die weiterhin arbeiten gegangen ist, den Rücken etwas freihalten.“, sagt der 3-fache Vater. „Ich habe die intensive Zeit mit meinen Kindern auch etwas genossen. Das wird sich ja nun wieder ändern, wenn wir voll durchstarten.“

Inhaber Matthias Huth: „Ich freue mich über die herrschende Aufbruchsstimmung. Endlich zurück an den Kochtopf, um die Kreativität wieder auszuleben, die die Küche des St. Benno Gewölbekeller-Restaurants ausmacht. Wir starten allerdings erstmal mit einer kleinen Karte und legen dann Stück für Stück nach. Wir wissen ja auch nicht, wie es sich weiterentwickelt. Nach dem Auf und Ab der letzten Monate und der Balance zwischen Öffnen und Schließen bleiben wir vorsichtig optimistisch.“

Viele Gastronomen nutzen die Zeit, um zu modernisieren.

„Einige Modernisierungen waren nötig geworden.“ erzählt Herr Huth weiter. „Leider stockt es gerade mit der Lieferung der Ersatzteile für einige Ausstattungsgeräte. Aber das ist noch das wenigste Problem. Da jetzt fast alle Restaurants wieder öffnen, müssen wir schauen, dass wir auch genügend Ware und Getränke vorrätig haben. Da kann schon mal das Eine oder Andere zurzeit vergriffen sein. Aber, das bekommen wir auch noch hin.“, lacht er.

„Was ich noch sagen möchte: Ich danke all unseren Gästen und Stammgästen dafür, dass sie uns hier vor Ort die Treue gehalten und immer mal wieder vorbeigeschaut haben. Und wenn es nur ein kurzer Schwatz gewesen ist. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken.“

Wir können nun hoffen, dass die Inzidenzzahlen sich in die richtige Richtung bewegen. Mögen sich bald die Plätze auf den Freiterrassen und die Bierkrüge füllen. Liebe Gastronomen – Auf einen guten Start und guten Durst.

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