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Baubeginn am Kohlelagerplatz

Schuttberge sollen verschwinden und Platz geschaffen werden für eine Neugestaltung. Dafür hat die Stadt jetzt einen Bauauftrag vergeben.

Die Tage, an denen der frühere Kohlelagerplatz diese Ansicht bietet, sind gezählt.
Die Tage, an denen der frühere Kohlelagerplatz diese Ansicht bietet, sind gezählt. © Claudia Hübschmann (Archiv)

Meißen. Jetzt geht es endlich los. Der ehemalige Kohlelagerplatz verschwindet. Am 12. Juli starten Bauarbeiten zur Neugestaltung der Fläche, die in den vergangenen Jahren vor allem als Zwischenlager für Bauschutt diente. So lagern hier die Erdmassen, die auf dem Questenberg für Fundamente für eine Turnhalle und einen Erweiterungsbau an der Grundschule ausgehoben wurden.

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Veranstaltungstipp: „Heißzeit – Meißner Kultursommer 2021“. Das Fahrradkino Chemnitz gastiert am 7. August in Meißen auf der alten Rollschuhbahn.

Auf dem Gelände mit einer Fläche von etwa 8.000 Quadratmetern soll ein Bürgerpark entstehen. Die Entwürfe, welche die Landschaftsarchitektin Marion Brod-Kilian vom Dresdner Büro LA 21 im Auftrag der Stadt vorgelegt hatte, sehen die Verwandlung der Brache in eine Art Auenlandschaft entlang der Triebisch vor.

Zunächst müsse die Fläche vollständig entsiegelt werden, erläuterte Bianca Schöne vom städtischen Bauverwaltungsamt, welche Arbeiten in einem ersten Bauabschnitt vorgesehen sind. Danach sollen die Wege in den verschiedenen Aufenthaltsbereichen angelegt werden. Das Aufstellen von Fahrradständern, Bänken, Beleuchtungselementen und Informationstafeln sind als nächstes vorgesehen. Auch die abschnittsweise Begrünung gehört zu den Arbeiten in diesem Bauabschnitt, die im November beendet sein sollen.

Im Stadtentwicklungsausschuss stimmten die sieben anwesenden Stadträte am Dienstagabend dem Vorschlag der Verwaltung zu, mit den Bauarbeiten den Dresdner Garten- und Landschaftsbaubetrieb LLB GmbH zu beauftragen. Dieses Unternehmen hatte der Stadt angeboten, die Abbruch-, Tiefbau- und Landschaftsarbeiten für rund 400.000 Euro zu erledigen.

Das entspricht genau der Kostenschätzung und dem Rahmen des im Meißner Haushalt zur Verfügung stehenden Geldes. Zwei weitere Angebote, mit denen sich Baufirmen um diesen Auftrag beworben hatten, lagen deutlich über einer halben Million Euro. Für das Vorhaben hat die Stadt eine Fördermittelzusage: 80 Prozent der Baukosten werden aus dem EU-Programm zur regionalen Entwicklung EFRE bezahlt, sodass die Stadt noch 80.000 Euro als Eigenanteil beisteuern muss.

Der Bauschutt auf dem Gelände werde auf eine Deponie gebracht, geborgene Muttererde für die entstehenden Grünanlagen verwendet, antwortete Bianca Schöne auf eine Frage von Stadtrat Andreas Graff (Linke). Auf anderen Baustellen der Stadt geborgene Pflastersteine, die ebenfalls auf der Brache lagern, sollen auf der Baustelle genutzt werden, zum Beispiel für die Einfassung von Wegen.

Roman Lassotta von der CDU/FB/FDP/U.L.M.-Großfraktion erkundigte sich nach der Pflege der Grünanlagen und Bäume, die das neue Antlitz des Geländes prägen sollen. Für drei Jahre werde sich die Firma LLB darum kümmern, danach geht die Pflege des Bürgerparks in die Verantwortung des städtischen Bauhofes über, informierte Bianca Schöne.

Ein etwa zehn Meter breiter Streifen entlang dem Triebischufer soll als Überschwemmungsfläche bereitgehalten werden. Außerdem sehen die Pläne zur Umgestaltung des Areals vor, dass Kopfweiden entlang dieses Uferstreifens dem Gelände einen typischen Auencharakter verleihen.

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