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Blutspende auch in Corona-Zeiten ungefährlich

Blutpräparate könnten aber knapp werden, weil sie nicht lange haltbar sind und weil weniger Spender kommen. Im Landkreis Meißen gibt es keine neuen Corona-Fälle.

Blutspenden sind dringend nötig. Gerade in Corona-Zeiten. Darauf macht auch Olivia Köcher vom DRK-Blutspendendienst mit einem Hinweischild vor dem Schützenhaus in Leisnig aufmerksam.
Blutspenden sind dringend nötig. Gerade in Corona-Zeiten. Darauf macht auch Olivia Köcher vom DRK-Blutspendendienst mit einem Hinweischild vor dem Schützenhaus in Leisnig aufmerksam. © Norbert Millauer

Meißen. Die Corona-Situation im Landkreis Meißen zeigt sich im Vergleich zum Montag  unverändert. Es gibt 268 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen, von denen sich zehn Personen in behördlich angeordneter Quarantäne befinden. Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Es wurden 26 Kontaktpersonen von positiven Fällen identifiziert. Im Krankenhaus wird aktuell niemand wegen Corona stationär behandelt.  20 Personen sind insgesamt verstorben.

Die Kurven wollen nach oben.
Die Kurven wollen nach oben. © Gesundheitsamt Meißen
Am Dienstag keiner mehr.
Am Dienstag keiner mehr. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen

Durch die andauernde Corona-Pandemie drohen weitere Engpässe bei Blutprodukten. Das  kann die Versorgung von Unfallopfern oder Menschen, die an Blutbildungsstörungen oder Tumorerkrankungen leiden, gefährden. Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie e.V. (DGTI) ruft deshalb zur  Blutspende auf. 

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Blutprodukte haben oft eine geringe Haltbarkeit. Während Erythrozyten-Konzentrate bis zu 42 Tage gelagert werden können, verfallen Thrombozyten-Konzentrate schon vier bis fünf Tage nach der Blutspende. „Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass wir die Lager regelmäßig mit neuen Blutspenden auffüllen können, um den Bedarf zu decken“, sagt  Professor Dr. med. Hermann Eichler, Vorsitzender der DGTI. Viele Menschen meiden jetzt aber Aktivitäten, bei denen sie sich unter Menschen begeben müssen aus Sorge, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Dazu können auch Besuche in Kliniken und bei  Blutspendediensten gehören. 

Dabei müssen sich Blutspender keine Sorgen darüber machen, sich bei der Blutspende anzustecken. Die Blutspendedienste haben ihre ohnehin schon strengen Hygienestandards in der Corona-Krise noch weiter erhöht. Die empfohlenen Mindestabstände werden eingehalten und Spendenwillige mit Krankheitssymptomen erhalten keinen Zugang zum Spendenlokal. Es besteht auch keine Gefahr, dass sich Patienten über Blutprodukte mit dem Corona-Virus anstecken. "Bislang ist kein Fall bekannt, bei dem das Corona-Virus über gespendetes Blut übertragen wurde“, so Professor Eichler. Der Hauptübertragungsweg von Sars-CoV-2 ist die Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. 

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