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Stauchitzer Wahlergebnis bestätigt

Dirk Zschoke ist jetzt offiziell Bürgermeister von Stauchitz. Amtsvorgänger Frank Seifert hat sein Büro geräumt. Einen wichtigen Termin hat er noch.

Dirk Zschoke ist jetzt offiziell Bürgermeister von Stauchitz.
Dirk Zschoke ist jetzt offiziell Bürgermeister von Stauchitz. © Thomas Malik

Stauchitz. Der Wechsel an der Spitze der Gemeindeverwaltung ist vollzogen. Dirk Zschoke ist seit dem 30. Oktober neuer Bürgermeister der Gemeinde Stauchitz. Er hatte den zweiten Wahlgang am 20. September mit knapp 49 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Im zweiten Wahlgang genügt die einfache Mehrheit. Der 53-jährige Seerhausener hatte sich damit gegen Michaela Steuer durchgesetzt.

 Die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung kam auf  45,6 Prozent der Stimmen. Das ist insofern beachtlich, da Steuer im ersten Wahlgang einen Rückstand von 15 Prozent auf Zschoke hatte. Keine Rolle spielten  Enrico Barth (AfD) mit 2,8 Prozent, Andreas Seidlitz  mit 1,4 Prozent und  Dirk Erler (SPD) mit 1,2 Prozent. Im ersten Wahlgang waren sogar sieben Kandidaten angetreten.  Zwei traten im zweiten Wahlgang nicht mehr an. 

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Das Landratsamt Meißen hatte die Gültigkeit der Wahl  mit Wahlprüfungsbescheid vom 28. Oktober festgestellt. Der Bescheid ging der Gemeinde am 30. Oktober zu.

Gegen das Wahlergebnis soll es mehrere Einsprüche wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl  gegeben haben. Das Landratsamt bestätigt das nicht:  "Über Einsprüche im formellen Sinn war nicht zu entscheiden. Dem Landratsamt liegt jedoch ein anonymer Brief vor, in dem das Wahlergebnis angezweifelt wird. Das Schreiben wurde im Rahmen der Wahlprüfung zur Kenntnis genommen, hatte aber keinen Einfluss auf die Entscheidung", so Anja Schmiedgen-Pietsch, Pressesprecherin des Landratsamtes.

Der vorherige Amtsinhaber Frank Seifert, der nicht mehr zur Wahl antrat, hat sein Büro geräumt und die Geschäfte an seinen Nachfolger übergeben. Eine Formalie muss noch erfüllt werden. Der neue Bürgermeister muss vom Gemeinderat verpflichtet werden. Dies soll in der Gemeinderatsitzung am 19. November geschehen.  

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Einen wichtigen Termin hat der Ex-Bürgermeister aber noch zu absolvieren. Am Montag soll er als Zeuge vor dem Arbeitsgericht in Dresden aussagen. Dort geht es um eine Klage einer Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung, welche gegen ihre Kündigung rechtlich vorgeht.  Ursprünglich sollte die Verhandlung schon am 7. Oktober stattfinden, war aber schnell wieder beendet. Statt Frank Seifert war Dirk Zschoke erschienen. Der Richter besteht aber darauf, dass der damalige Bürgermeister erscheint.  

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