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Meißen

Bürgermeisterin aus Lommatzsch könnte bald FDP-Chefin sein

Die Lommatzscher kennen die Bürgermeisterin nun schon 16 Jahre. Am Sonnabend stellt sich Anita Maaß zur Wahl als Landesvorsitzende der FDP in Sachsen.

Durch ihre 16-jährige Erfahrung als Kommunalpolitikerin und ihre Aufgaben im Sächsischen Städte- und Gemeindetag ist Anita Maaß (FDP) bestens auf Landesebene vernetzt.
Durch ihre 16-jährige Erfahrung als Kommunalpolitikerin und ihre Aufgaben im Sächsischen Städte- und Gemeindetag ist Anita Maaß (FDP) bestens auf Landesebene vernetzt. © Claudia Hübschmann

Lommatzsch. Anita Maaß (FDP) will FDP-Vorsitzende in Sachsen werden. Die langjährige Bürgermeisterin der Stadt Lommatzsch und Meißner Kreisrätin kandiert dafür zu den turnusmäßigen Wahlen auf dem kommenden Landesparteitag am Sonnabend in Döbeln, teilte die Partei am Montag mit. Der seit 2019 amtierende FDP-Chef Frank Müller-Rosentritt stellt sich nicht mehr zur Wahl. Er will sich nach eigenen Aussagen auf seine Mandate im Bundestag und im Chemnitzer Stadtrat konzentrieren.

Nach der erfolgreichen Bundestagswahl gelte es, mit dem Landesverband Kurs auf die Kommunal- und Landesebene zu nehmen, "damit der organisierte Liberalismus in Sachsen spätestens 2024 wieder stärker in die sächsischen Parlamente zurückkehren kann", erklärte Müller- Rosentritt. Mit Anita Maaß bewerbe sich eine herausragende Kommunalpolitikerin.

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FDP-Bürgermeisterin ist auf Landesebene vernetzt

Anita Maaß sagte, dass sie gefragt wurde, ob sie gern Landesvorsitzende der FDP in Sachsen werden möchte. Durch ihre 16-jährige Erfahrung als Kommunalpolitikerin und ihre Aufgaben im Sächsischen Städte- und Gemeindetag ist sie auf Landesebene vernetzt. Im Kommunalen würden sich alle Themen bündeln, die die Menschen bewegen. Mit ihrer Kandidatur verspricht sie sich deshalb künftig: die liberale Stimme in Sachsen und das Vertrauen in die Landespolitik bei den Sachsen zu stärken.

Sie möchte sich am Sonnabend in Döbeln zunächst den Mitgliedern vorstellen, um sie dann bestmöglich von ihr zu überzeugen. Denn nicht alle kennen die 45-Jährige. Anita Maaß bleibt auf jeden Fall für die nächsten zwei Jahre in Lommatzsch Bürgermeisterin, antwortete sie auf Anfrage von Sächsische.de. Zwei Jahre – so lange dauert regulär das Amt einer oder eines Landesvorsitzenden in der FDP, bis wieder die nächsten Wahlen anstehen.

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Mit der Neubesetzung des Landesvorstands wolle sich die sächsische FDP auf die anstehenden Kommunalwahlen sowie die Landtagswahl vorbereiten. "Für die nun anstehenden Kommunal-, Landrats- und Landtagswahlen ist es von großem strategischen Interesse, genau diese Kompetenzen zu stärken und sich in Vorbereitung auf diese Wahlen konsequent auf landespolitische Themen zu fokussieren", hat Anita Maaß in ihrem Bewerbungstext auf der Internetseite der Partei geschrieben. (mas)

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