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Carsharing in Meißen verspätet sich

Der Anbieter teilAuto erhofft sich dadurch, dass so möglichst viele das Angebot nutzen.

Neben dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof wurde auch der Kleinmarkt als Standort ausgewählt.
Neben dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof wurde auch der Kleinmarkt als Standort ausgewählt. © Claudia Hübschmann

Meißen. Die Erwartung war groß, dass noch im Herbst teilAuto-Fahrzeuge durch die Innenstadt fahren. Doch Meißner müssen sich noch bis nächstes Jahr gedulden. Denn das Leipziger Unternehmen teilAuto erhoffe sich dadurch mehr Nutzer, teilt Frank Buchholz mit. Er ist sachkundiger Bürger im Bauausschuss für die Fraktion Bürger für Meißen/SPD und betreut das Projekt. Zwei Standorte in Meißen sind geplant, an denen teilAutos stehen. Diese können gemeinsam von Meißnern genutzt werden. Das nennt sich Carsharing.

"Im Frühjahr geht es los", erklärt Frank Buchholz am Telefon. Denn die Erfahrung von teilAuto habe in der Vergangenheit gezeigt, dass neue Carsharing-Stationen dann am besten anlaufen. Kleine Städte wie Meißen seien immer etwas risikoreicher, da die Nutzerzahl nicht absehbar sei. Zudem müsse die Wirtschaftlichkeit sichergestellt werden. Das ist in Meißen kein Problem. Denn noch im Frühjahr 2020 gab es ein überraschendes Angebot von Silvio Kockentiedt, Leiter des Ordnungsamts. Er sicherte zu, die möglichen teilAuto Standorte zu jeweils 10 Euro an das Unternehmen zu vermieten. Das ist die Mindestgebühr der Verwaltung pro Jahr. Damals hat man sich auch auf folgende Standorte geeinigt: den Park-and-Ride- und Kleinmarkt-Parkplatz.

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Doch wer das Carsharing in Meißen betreut, darüber gibt es noch keine klaren Aussagen. Möglich wäre, dass die beiden Standorte durch teilAuto-Mitarbeiter aus Dresden abgedeckt werden. Das wird zum Beispiel für Radebeul so umgesetzt. Oder in Meißen findet sich ein ehrenamtlicher teilAuto-Pate, der die Wartung der Fahrzeuge übernimmt. Dafür gebe es schon Interessierte, sagt Frank Buchholz. "Am Ende entscheidet aber teilAuto, welche Variante in Meißen sinnvoll und wirtschaftlich ist." Das Angebot des Ordnungsamtschefs ist jedoch von teilAuto äußerst positiv aufgenommen worden. 

Das Leipziger Unternehmen ist als Carsharing-Anbieter mittlerweile in mehreren Bundesländern vertreten. Es setzt sich für nachhaltige Mobilität ein. Mittlerweile gibt es mehr als 20 Städte, die das Angebot nutzen. In Meißen werden zudem noch weitere Interessierte gesucht, die eine Patenschaft der Standorte übernehmen wollen. Dafür melden sie sich einfach bei der Bürgerinitiative "Bürger für Meißen – Meißen kann mehr".

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