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CDU Meißen beschließt Präsenzparteitag

Die Veranstaltung soll im März in Großenhain stattfinden. Zur Kontrolle wird ein Sicherheitsdienst engagiert. Unumstritten ist die Entscheidung nicht.

Früher hatten die Husaren hier ihre Pferde, heute ist sie eine große Event-Location: die Großenhainer Remontehalle. Die Meißner Kreis-CDU versucht am 11. März, zwei Monate nach dem gescheiterten ersten Anlauf, hier wieder einen Präsenzparteitag.
Früher hatten die Husaren hier ihre Pferde, heute ist sie eine große Event-Location: die Großenhainer Remontehalle. Die Meißner Kreis-CDU versucht am 11. März, zwei Monate nach dem gescheiterten ersten Anlauf, hier wieder einen Präsenzparteitag. © Norbert Millauer

Meißen. Die Würfel sind gefallen. Die Meißner Kreis-CDU versucht einen neuen Anlauf, um ihren Bundestagsdirektkandidaten zu wählen. Der Kreisvorstand beschloss am Freitag mit absoluter Mehrheit wieder einen Präsenzparteitag in Großenhain. Das teilte der Kreisvorstand am Freitagabend mit.

Präsenzparteitage sind in Zeiten der Pandemie umstritten. Eine für den 10. Januar in Großenhain geplante Veranstaltung der Meißner CDU wurde erst kurz vor knapp abgesagt und hatte im Vorfeld für viel Ärger sowie mediale Aufmerksamkeit gesorgt. In der Folge kam es zu zwei Rücktritten aus dem Meißner Kreisvorstand. Die Neuauflage soll am 11. März wieder in der Großenhainer Remontehalle stattfinden. Der Kreisvorstand teilte weiter mit, dass auf der geplanten Veranstaltung sowohl die Delegierten für die Landesdelegiertenkonferenz als auch der Kandidat des Wahlkreis 155 für die Bundestagswahl gewählt werde.

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"Hauptargument für eine gemeinsame Veranstaltung ist dabei, dass den Mitgliedern nicht zwei Veranstaltungen in Präsenz zugemutet werden sollen", heißt es in der CDU-Mitteilung. Die Wahl der Landesvertreter müsse aufgrund der vorgegebenen Zeitschiene des CDU-Landesverbandes vor dem 15. März stattfinden.

Die Durchführung der Veranstaltung in der Remontehalle Großenhain erfüllt alle rechtlichen und hygienischen Voraussetzungen, so die CDU. Aufgrund der Größe der Halle können die Abstände zwischen den teilnehmenden Mitgliedern sehr großzügig eingehalten werden. Es werden ausreichend Desinfektionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und alle Mitgliedern wird der Zugang nur mit einem medizinischen Mund – Nasen-Schutz erlaubt. Die CDU denkt auch ans Detail: "Jeder Teilnehmer erhält einen eigenen Kugelschreiber und es gibt keinerlei gastronomische Versorgung. Auch die Technik, zum Beispiel Mikrofone, ist in großer Zahl vorhanden."

Zur Überwachung und Einhaltung der Hygieneregeln wird ein Sicherheitsdienst engagiert. Unter diesen Bedingungen werde das Infektionsrisiko so gering wie nur möglich gehalten. Sollte es zu einer dramatischen Verschlechterung des Inzidenzwertes kommen, wird der Kreisvorstand der Situation entsprechend neu beraten, heißt es weiter.

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