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Ein Covid-19-Patient im Krankenhaus aufgenommen

In Landkreis Meißen gibt es jetzt 280 Corona-Fälle. Die Grippe-Impfquoten bei Risikopatienten sind viel zu gering. Aber auch der Vorrat an Impfdosen ist begrenzt.

Eine Frau lässt sich gegen Grippe impfen. Insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen ist die Grippeimpfung wichtig. Doch die Impfquoten sind auch bei diesen Personengruppen sehr gering.
Eine Frau lässt sich gegen Grippe impfen. Insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen ist die Grippeimpfung wichtig. Doch die Impfquoten sind auch bei diesen Personengruppen sehr gering. © Fredrik von Erichsen/dpa

Meißen. Das Virus bleibt aktiv. Im Landkreis Meißen gibt es 280 positiv auf Sars-CoV-2 getestete Personen, teilte das Landratsamt am Freitag mit. Das ist eine Person mehr als am Vortag. Zehn Personenbefinden sich in behördlich angeordneter Quarantäne. Dazu kommen 36  Kontaktpersonen von positiven Fällen. Nach längerer Zeit musste jetzt auch wieder eine Person aus dem Landkreis mit Corona-Infektion  stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. 20 Personen sind insgesamt verstorben. 

Zwei Kurven, die nach oben wollen.
Zwei Kurven, die nach oben wollen. © Gesundheitsamt Meißen
Ein kleiner Anstieg.
Ein kleiner Anstieg. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul vorn.
Radebeul vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen
Die rote Linie ist noch fern.
Die rote Linie ist noch fern. © Gesundheitsamt Meißen

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Menschen mit Vorerkrankungen zu den besonderen Risikogruppen für einen schweren klinischen Covid-19-Verlauf zählen. Für diese Personengruppen ist die jährliche Impfung gegen die saisonale Influenza wichtig.  Die Ständige Impfkommission empfiehlt allen Patienten mit  chronischen Grundleiden sowie allen Personen ab 60 Jahren, Schwangeren und medizinischem Personal sich jährlich gegen Influenza impfen zu lassen. Doch das geschieht- vor allem bei den chronisch Kranken - nur unzureichend.

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Eine neue Studie des Zentralinstituts der Kassenärzte, die auf Abrechnungsdaten der Vertragsärzte zurückgreift,  zeigt das ganze Ausmaß. Statt der von der EU empfohlenen 75 Prozent lassen sich nur zwischen knapp 10 und etwa 50 Prozent der chronisch Kranken impfen. Die Quote variiert je nach Krankheit, Alter und Wohnort. Zwischen den östlichen und westlichen Bundesländern bestehen weiterhin zum Teil deutliche Unterschiede. So wurden im Jahr  2017  Patienten mit Diabetes im Osten mit 55 Prozent deutlich häufiger geimpft als im Westen mit 31 Prozent. Ein Grund dafür könnte die historisch bessere Impfakzeptanz im Osten sein.

Erfreulich ist ein leicht steigender Impf-Trend seit 2018 und verstärkte Grippe-Impfungen während der ersten Pandemiewelle im Spätwinter diesen Jahres.

Zur Verfügung stehen in dieser Saison - laut Zentralinstitut - nur etwa 25 Millionen Grippe-Impfdosen. Zusätzliche Mengen im größeren Ausmaß könnten nicht nachbestellt werden, da der Grippeimpfstoff für diese Saison bereits produziert sei. Daher, so das Institut,  sollte der Individualschutz für Risikopatienten Priorität haben. 

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