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Corona-Fallzahlen weit von Alarmgrenze entfernt

Im Landkreis Meißen ist die Covid-19-Lage weiter sehr stabil. Ein Wirtschafts-Professor sieht in der Pandemie große Chancen für die Unternehmen.

Der Aufstieg von Softdrinks kam in den 20er Jahren: Coco Cola wurde erst nach einer Krise zum Weltkonzern. Auch nach der Corona-Pandemie haben Unternehmen jetzt große Chancen.
Der Aufstieg von Softdrinks kam in den 20er Jahren: Coco Cola wurde erst nach einer Krise zum Weltkonzern. Auch nach der Corona-Pandemie haben Unternehmen jetzt große Chancen. © pixabay.com/

Meißen. Trotz anderswo steigender Fallzahlen bleibt es im Landkreis Meißen ruhig. Kein Anstieg zu den Vortagen Es gibt unverändert 268 bisher positiv  getestete Personen. Davon befinden sich neun Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Zudem wurden 30 Kontaktpersonen von positiven Fällen identifiziert. Aktuell wird keine Person stationär im Krankenhaus wegen Corona  behandelt.  20 Personen sind insgesamt gestorben. 

Die 7-Tage-Indizens, also die Neuinfektionen der letzten Woche, liegen im Landkreis Meißen nur noch knapp über Null. Gegenmaßnahmen werden erst ab 50 Neuinfektionen pro Woche ergriffen. Davon sind sowohl der Landkreis (ca. 1) als auch der Freistaat Sachsen (ca. 4) noch weit entfernt. 

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Die Kurven des Landkreises Meißen und des Freistaates Sachsen haben eine leichte Tendenz nach oben. 
Die Kurven des Landkreises Meißen und des Freistaates Sachsen haben eine leichte Tendenz nach oben.  © Gesundheitsamt Meißen
Bisher gab es 268 Corona-Fälle im Landkreis Meißen. 239 Infizierte haben die Quarantäne beendet. 20 Menschen starben. 
Bisher gab es 268 Corona-Fälle im Landkreis Meißen. 239 Infizierte haben die Quarantäne beendet. 20 Menschen starben.  © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul bleibt vorn.
Radebeul bleibt vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen. 
Die mittlere Altersgruppe ist am stärksten betroffen.  © Gesundheitsamt Meißen
Eine neue Grafik: Die 7-Tage-Inzidenz. Trotz des kleinen Anstieges sind die Fall-Zahlen noch weit von den kritischen Werten entfernt. Gegenmaßnahmen werden erst bei 50 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen  pro 100.000 Einwohner ergriffen. Zuvor gibt es bei 20 und 35 Warnstufen wie bei einer Ampel. 
Eine neue Grafik: Die 7-Tage-Inzidenz. Trotz des kleinen Anstieges sind die Fall-Zahlen noch weit von den kritischen Werten entfernt. Gegenmaßnahmen werden erst bei 50 Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen  pro 100.000 Einwohner ergriffen. Zuvor gibt es bei 20 und 35 Warnstufen wie bei einer Ampel.  © Gesundheitsamt Meißen

Disruptive Veränderungen wie die weltweite Coronakrise sollten Unternehmen für sich zum Vorteil nutzen, schreibt Wirtschafts-Professor Jan Recker von der Uni Köln in einem neuen Aufsatz. „Wer in einer Welt nach Covid-19 bestehen möchte, muss seine bisherige Strategie genau jetzt hinterfragen", so Recker. Aus der Finanzkrise 2008/2009 seien Startups wie beispielsweise Airbnb und Uber entstanden. Zuvor hätten Privatpersonen Vorbehalte gehabt, Fremde in das eigene Auto oder die eigene Wohnung zu lassen. In Anbetracht der finanziellen Engpässe durch die Krise wurden diese Geschäftsmodelle zunächst akzeptiert und später erfolgreich. Als ein weiteres Beispiel nennt der  Wirtschaftsinformatiker die Abstinenz-Bewegung in den USA der frühen 1920er Jahre, die zu einem Erfolg von Softdrinkgrößen wie Pepsi und Coca-Cola führte.

Recker: „Die meisten Unternehmen setzen in der gegenwärtigen Krise allerdings auf temporäre Zwischenlösungen, bis sie wieder zum ‚normalen Betrieb‘ zurückkehren." Ob es aber überhaupt jemals ein Zurück geben wird und was das neue Normal sein wird, lasse sich nicht sagen. Gute Geschäftsmodelle müssten sich anpassen können. 


 „Die historische Rückbetrachtung zeigt eines deutlich“, sagt Recker, „nämlich, dass Geschichte sich wiederholt. Und daraus können wir lernen.“

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