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Coswig: Radfahrer stirbt nach Zusammenstoß mit Autotür

Ein Radfahrer verstarb am Freitag nach einem Unfall am vergangenen Mittwoch. Dooring ist kein seltenes Problem.

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Symbolbild: Ein Fahrradunfall in Coswig endete tödlich.
Symbolbild: Ein Fahrradunfall in Coswig endete tödlich. © Symbolfoto: SZ/Klaus-Dieter Brühl

Coswig. Ein 54-jähriger Radfahrer ist am Freitag an den Verletzungen gestorben, die er sich im Zuge eines Unfalls auf der Pestalozzi-Straße zuzog. Am Mittwoch, zwei Tage zuvor, war er mit dem Rad an einem geparkten Mitsubishi Outlander vorbeigefahren, als dessen Fahrer die Tür öffnete. Der Radfahrer stieß dagegen, stürzte und wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert (SZ berichtete).

Diese Art von Unfall wird als Dooring (von door, englisch für Tür) bezeichnet. Sie ist nicht selten. Die Polizei zitiert eine Studie, laut der bis zu 18 Prozent aller innerörtlichen Fahrrad- und Fußgängerunfälle auf ruckartig geöffnete Autotüren zurückgeführt werden können. Wenn kein separater Radweg vorhanden sei, würden Radfahrer bei hohem Verkehr oft eng an parkende Fahrzeuge herangedrängt. Abstand halten und selbstbewusstes Mitfahren im Fließverkehr könnten Radfahrern helfen, solche Unfälle zu vermeiden. Autofahrern rät die Polizei zu mehr Umsicht, beispielsweise durch den "holländischen Griff", bei dem die Autotür durch den der Tür abgewandten Arm geöffnet wird, was automatisch einen Schulterblick mit sich ziehe.