merken
PLUS Meißen

Cranach in Meißen ohne Corona

Was viele nicht wissen: Die Stadt ist Teil eines einmaligen deutschlandweiten Netzwerks. Nächstes Jahr könnte dies von besonderer Bedeutung sein.

Glaube und Macht - so der Titel der Landesausstellung 2004 in Torgau. Cranach-Gemälde bildeten einen wichtigen Schwerpunkt. Meißen beherbergt davon einen weitgehend unbekannten Schatz.
Glaube und Macht - so der Titel der Landesausstellung 2004 in Torgau. Cranach-Gemälde bildeten einen wichtigen Schwerpunkt. Meißen beherbergt davon einen weitgehend unbekannten Schatz. © Jürgen Lösel

Meißen. Keine Kirche in Deutschland zeigt mehr Werke der Künstler Lucas Cranach des Älteren, Lucas Cranach des Jüngeren und ihrer Werkstätten als der Dom zu Meißen. Das Hochstift Meißen trat daher im April 2013 der Kooperation von Cranach-Orten bei. Gemeinsames Ziel der Kooperation über die vier Bundesländergrenzen Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt hinweg war und ist es, das umfangreiche künstlerische Erbe der Cranach-Familie am authentischen Ort zu bewahren.

Jetzt steht nicht nur nach einer aufwendigen Sanierung die Wiedereröffnung der Anhaltischen Gemäldegalerie und damit auch die Neupräsentation der Cranach-Werke in Dessau-Roßlau bevor, sondern auch die Klassik Stiftung in Weimar ist dabei, ihren Cranach-Bestand im Rahmen einer Ausstellung in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek neu zu zeigen.

Jubel
Zwei echt starke Jubiläen
Zwei echt starke Jubiläen

Die gedruckte Sächsische Zeitung wird 75 Jahre alt. Digital gibt es uns seit 25 Jahren. Beide Jubiläen wollen wir feiern - und Sie können dabei gewinnen.

Weiterführende Artikel

Meißner Landrat mit milden Symptomen

Meißner Landrat mit milden Symptomen

Ralf Hänsel hält von zu Hause aus den Dienstbetrieb als Chef des Landratsamtes aufrecht. Auch sein Vorgänger erkrankte an Corona.

Das Rätsel der Heiligen Drei Könige

Das Rätsel der Heiligen Drei Könige

Der Hochaltar im Dom zu Meißen stimmt in vielen Merkmalen mit einem Werk des niederländischen Meisters Hieronymus Bosch überein. Ist das nur Zufall?

Facebook verbietet Kamenzer Kirchenbild

Facebook verbietet Kamenzer Kirchenbild

Das Gemälde von 1542 gehört zu einer Werbekampagne für Sachsen. Doch der Internetkonzern wollte es nicht zeigen - mit einer merkwürdigen Begründung.

Vor allen Dingen blickt das Cranach-Netzwerk aber auf das nächste große Jubiläum. Denn 2022 jährt sich Luthers Neuübersetzung des Neuen Testamentes mit Holzschnitten von Lucas Cranach, das sogenannte Septembertestament, zum 500. Male. Die Partner der „Wege zu Cranach“ hoffen darauf, dieses Jubiläum coronafrei mit vielen Besucherinnen und Besuchern feiern zu können und arbeiten intensiv an einem Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. (SZ)

Mehr zum Thema Meißen