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Das Lebenswerk ist abgebrannt

Ingrid Möbius arbeitete vier Jahrzehnte im Gasthof "Herr Gevatter" in Wölkisch bei Meißen. Mit dem Brand stirbt auch ein Stück Geschichte.

Von Jürgen Müller
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Der Dachstuhl über dem Saal ist komplett abgebrannt, auch auf das Dach des Haupthauses griff das Feuer über.
Der Dachstuhl über dem Saal ist komplett abgebrannt, auch auf das Dach des Haupthauses griff das Feuer über. © Claudia Hübschmann

Diera-Zehren. Es ist Sonnabendabend kurz vor 19 Uhr, als die Sirenen heulen. Ingrid Möbius schaut aus dem Fenster ihres Hauses in Wölkisch. Und sieht große, weiße, hell erleuchtete Rauchwolken. Sofort hat sie einen Gedanken: "Das wird doch nicht die Schenke sein." Sie zieht sich eine Jacke drüber, läuft in Richtung B 6. Unterwegs kommen ihr schon Leute entgegen. Jetzt ist es Gewissheit: "Die Schenke brennt." Die Schenke, das ist der Gasthof "Herr Gevatter". Ihre Schenke. Fast vier Jahrzehnte hat Ingrid Möbius hier gearbeitet, bis 2013. Dann hörte sie aus Altersgründen auf, verkaufte später das Haus.

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