Meißen
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Die AG Historische Städte meldet sich zu Wort

Zum bevorstehenden Jubiläum wollen Meißen sowie Lübeck, Bamberg, Regensburg, Stralsund und Görlitz gemeinsam bundespolitisch Stellung beziehen.

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Bamberg, Görlitz, Lübeck, Meißen, Regensburg und Stralsund haben sich zur Arbeitsgemeinschaft Historische Städte zusammengeschlossen.
Bamberg, Görlitz, Lübeck, Meißen, Regensburg und Stralsund haben sich zur Arbeitsgemeinschaft Historische Städte zusammengeschlossen. © AG Historische Städte

Meißen. Wie können sich Städte mit einer langen Baugeschichte besser wappnen, um die Klimakrise und ihre Folgen bewältigen zu können? Wie lassen sich der Quartiersgedanke und eine dem Klima angepasste Bauweise in historischen Innenstädten miteinander verbinden? Und: Welche Unterstützung können die Kommunen dabei von der Bundespolitik erwarten?

Mit Fragen wie diesen will sich die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte an die Öffentlichkeit wenden, um darauf aufmerksam zu machen und Debatten anzustoßen. Einen Anlass dafür bietet das 50-jährige Bestehen der Arbeitsgemeinschaft, in der sich die Städte Lübeck, Regensburg und Bamberg und nach 1990 mit Stralsund, Görlitz und Meißen zusammengeschlossen haben. Eine Gelegenheit dazu soll sich bei einem parlamentarischen Abend in der Sächsischen Landesvertretung in Berlin am 23. März 2023 bieten.

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Darauf einigten sich Vertreter aus den sechs Städten in Meißen. Hier hatte dieser Tage die turnusmäßige Tagung der Arbeitsgemeinschaft stattgefunden. Weil die Stadt Meißen derzeit die Geschäftsführung der AG innehat, war sie Ausrichter der Tagung. In seiner Eigenschaft als AG-Geschäftsführer begrüßte Baudezernent Albrecht Herrmann die Lübecker Bausenatorin Joanna Hagen, die Regensburger Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann, Dr. Frank Bertolt Raith, Leiter des Amtes Planung und Bauen der Hansestadt Stralsund, Stadtplanerinnen und Stadtplaner aus Regensburg, Bamberg und Görlitz sowie weitere Expertinnen und Experten aus den Mitgliedsstädten. Mit ihren Meißner Kolleginnen und Kollegen berieten sie zu Themen der innerstädtischen Entwicklung.

Wie Albrecht Herrmann informiert, werde innerhalb der AG ein Positionspapier erarbeitet. Dabei erhalten die Städte der AG wissenschaftliche Unterstützung durch den Experten für Stadtumbau und Ortserneuerung Prof. Dr. Holger Schmidt von der TU Kaiserlautern. Neben der Vorbereitung des Parlamentarischen Abends standen auch Meißner Themen auf der Tagesordnung. Dazu zählten beispielsweise die Bebauungsvorhaben Alte Konsumbäckerei Niederfähre, Berufsschulzentrum/Imperialgelände und die gelungene Renaturierung des Fürstengrabens. Außerdem machten sich die Gäste vor Ort ein Bild von den in Meißen viel diskutierten Bauplänen am Schloss Proschwitz.

„Die Treffen im Rahmen der AG Historische Städte sind jedes Mal sehr konstruktiv“, erklärte Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke. „Mit den Mitgliedsstädten verbindet uns mittlerweile ein langjähriges Vertrauensverhältnis und immer wieder die Herausforderung, moderne Ansprüche an zukunftsweisende Stadtentwicklung, an Ökologie, Mobilität und Co. mit der Wahrung unserer historischen Bausubstanz und Stadtstruktur in Einklang zu bringen.“

Das nächste Arbeitstreffen der AG Historische Städte findet am 6. und 7. Oktober 2022 in Stralsund statt. Die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte beschäftigt sich seit 1973 mit städtebaulichen Herausforderungen in historischen Städten. Dreimal im Jahr tagen die Vertreter der Mitgliedsstädte zu verschiedenen Schwerpunktthemen, die immer auch vom jeweiligen Tagungsstandort abhängen. (SZ)